Dünencamping Amrum unter den beliebtesten Campingplätzen Europas
Das Dünencamping Amrum belegt im aktuellen Branchen-Ranking von Pincamp vordere Plätze in Deutschland und Europa. Seit der Übernahme im Jahr 2021 haben die Betreiber die Anlage umfassend modernisiert.
Gegen Schietwetter hilft Holzofenpizza, da braucht man nicht mal ein Wohnmobil.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das „Dünencamping Amrum“ auf der Nordseeinsel Amrum hat erstmals vordere Plätze in europäischen und deutschen Camping-Rankings belegt. Auf der Plattform „Pincamp“ erreichte die Anlage Platz 37 im Bundesvergleich und Platz 91 in Europa. Die Betreiber hatten den Platz im Mai 2021 mit einem erheblichen Investitionsstau übernommen. Die Auswertung basiert auf den Seitenaufrufen zwischen Januar und Juli für Campingplätze auf „pincamp.de“, wie die shz berichtet. In die Wertung der Rangliste „Pincamp Most wanted 2026“ kamen ausschließlich Plätze mit einer Mindestanzahl an Bewertungen sowie überdurchschnittlich guten Qualitätsbewertungen. Hinter dem Joint Venture „Pincamp“ stehen neben dem ADAC auch Mobilitätsclubs aus den Niederlanden und der Schweiz. „Ich freue mich riesig über die Auszeichnung“, sagt Dominic Cloudt. Der 36-jährige Geschäftsführer ist für den Vertrieb und das Gästemanagement zuständig. „Wir sind erstmalig in dieses Ranking reingerutscht“, freut sich Cloudt über die Ehre für die Anlage mitten in der Dünenlandschaft.
Übernahme in der Corona-Zeit
Gemeinsam mit seiner Frau Nadine Cloudt (Marketing und Shop) und Kristian Bozic (Technik und Platzverwaltung) betreibt er den traditionsreichen Platz. Vor sechs Jahren – mitten in der Corona-Zeit – übernahm das Trio die Bewirtschaftung auf dem Wittdüner Areal. Vor der Übernahme arbeiteten die drei in fordernden Management- und Büroberufen: Cloudt war in der Geschäftsführung eines Systemgastronomie-Unternehmens, Bozic als Planer in einem Ingenieurbüro und Nadine Cloudt als Projektmanagerin einer Kreativagentur. „Es war eine einmalige Chance, einen solchen Platz übernehmen und hier leben zu dürfen“, schwärmt Geschäftsführer Cloudt.Die Insel lernten sie erst kurz vor der Ausschreibung kennen. „Im November 2019 haben wir Amrum erstmals kennengelernt“, erinnert sich Cloudt schmunzelnd. Damals habe es geregnet und gestürmt. „Und da hat es uns schon gut gefallen“, sagt der gebürtige Hesse. Das Camping-Feeling hatten alle drei von ihren Eltern mitbekommen. „Wir alle haben seit unserer Geburt Campingurlaub gemacht. Und wir fahren auch weiter mit dem Wohnmobil in Urlaub“, outet sich Cloudt. Auch im Privatleben bleibe der Betreiberblick bestehen: „Andere Plätze betrachtet man ein Stück weit auch immer mit einem professionellen Blick“, sagt Cloudt.
Modernisierung und Ganzjahresbetrieb
Heute leben die beiden Familien im Obergeschoss über Restaurant, Shop und Rezeption und leiten ein mittelständisches Unternehmen mit 1500 Plätzen bei Vollauslastung. „ In der Hauptsaison haben wir um die 40, 45 Mitarbeiter“, sagt Dominic Cloudt. Auch im Winter kümmern sich zehn Festangestellte um Instandhaltung und Wintergäste. Seit der Übernahme im Mai 2021 wurde viel verändert. „Als wir den Platz übernommen haben, gab es einen großen Investitionsstau“, erinnert sich Cloudt. Die Sanitäranlagen wurden überarbeitet, ein Camping-Shop sowie ein neuer Kinderspielplatz aufgebaut und das Restaurant neu konzipiert: „Früher gab es hier Currywurst aus der Mikrowelle. Heute machen wir den Nudelteig selbst und backen Holzofenpizza“, lacht Cloudt.Zudem wurden feste Wohnunterkünfte wie Dünenlodges und Mietwohnwagen geschaffen sowie attraktives Wintercamping etabliert. „Weihnachten, Silvester und auch die Biake sind für uns Themen“, sagt Cloudt. Auf Fachmessen in Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart werben die Betreiber um neue Kundschaft. Das Leben auf der Insel möchten sie nicht mehr tauschen. „Unsere Tochter ist gerade eingeschult worden“, sagt er. Zum Schluss betont der 36-Jährige: „Ich will hier nicht mehr weg“.
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