Neuer Insektenlehrpfad am Geestebogen in Bremerhaven geplant
In Bremerhaven soll bis Sommer 2027 ein neuer Pikopark mit Mitmach-Stationen entstehen. Die Bürgerinnen und Bürger können bei einer Online-Umfrage eigene Ideen einbringen.
Ein Park für Hummeln und Mücken? Solange die Kumpels vom Deich Ruhe haben!
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
In Bremerhaven-Lehe entsteht auf den Grünflächen am Geestebogen in Geesthelle ein neuer Lehrpfad mit Pflanzen und Mitmach-Stationen für alle Altersgruppen. Der sogenannte Pikopark soll im Sommer 2027 fertiggestellt werden und für Menschen sowie Insekten einen Mehrwert schaffen. Die Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, das Vorhaben aktiv mitzugestalten, wie die Tagesschau berichtet. Das Geld für das Projekt kommt laut Magistrat aus einer Förderung des Bundes innerhalb des Aktionsprogramms „Natürlicher Klimaschutz“. Ziel der Initiative ist es, den Zustand der natürlichen Ökosysteme zu verbessern und das Klima zu schützen. Der Insektenlehrpfad soll informieren und zugleich lokal klimatisch wirksam sein.<2>Gestaltung und Zielgruppen des PikoparksDie geplante Fläche besteht aus vier kleinen Grünflächen mit ein paar Bäumen dazwischen. Nach Einschätzung von Katja Otte, Abteilungsleiterin der Unteren Naturschutzbehörde in Bremerhaven, gibt es dort besonders viel Gestaltungsspielraum. Das Areal soll bunt gestaltet werden mit Pflanzen zum Anschauen, Informationen über Insekten sowie Möglichkeiten zum Ausprobieren. Dabei stehen neben Bienen und Schmetterlingen auch Artengruppen wie Schlupfwespen, Libellen oder Nachtfalter im Fokus. Vor allem sollen alle Altersgruppen angesprochen werden. „Was uns auch wichtig ist, dass die Bürger sich beteiligen können“, ergänzt Otte.
Beteiligung der Bürger und weitere Parks
Um die Bremerhavenerinnen und Bremerhavener in das Vorhaben einzubeziehen, hat die Stadt eine Online-Umfrage gestartet. Über eine Webseite können Interessierte bis zum 14. September Vorschläge und Hinweise an das Umweltschutzamt weitergeben. Dabei geht es unter anderem um die Benennung der Anlage, Gestaltungselemente, Aufenthaltsmöglichkeiten und Informationsangebote. „Es geht nicht darum, welche Bank hierher soll, sondern es geht um so eine atmosphärische Stimmung, die wir hier erzeugen wollen“, so Otte. Sie führt weiter aus: „Also soll es lieber ein bisschen bunter sein? Oder wollen es die Bürger lieber ein bisschen ruhiger haben? Sollen es viele Informationen sein? Oder geht es vielleicht auch darum, die Insektenvielfalt durch Erleben und durch Beobachten kennenzulernen?“ Die Ergebnisse aus der Befragung und aus verschiedenen Workshops fließen anschließend in die finale Planung ein.Pikoparks bezeichnen naturnahe Rückzugsorte in dicht besiedelten Stadtteilen. Der Begriff leitet sich vom italienischen Wort „Piccolo“ ab, was auf Deutsch „kleiner Park“ bedeutet. In Bremerhaven entstehen derzeit mehrere dieser Mini-Parks. Neben der Fläche in Geesthelle ist ein weiteres Projekt auf dem Gelände des alten Finanzamts im Stadtteil Mitte geplant. Die Anlage nahe der Havenwelten soll „Havenpark“ heißen und von einem Erdwall sowie Bäumen umschlossen werden.
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