Kritik an überarbeiteten Plänen für A26 Ost hält an
Auch nach den Nachbesserungen der Planungsgesellschaft DEGES stoßen die Entwürfe für die A26 Ost bei Umweltverbänden auf Ablehnung. NABU und BUND kritisieren vor allem die Zerstörung wertvoller Moorböden.
Erst buddeln, dann klagen. Klingt nach ’nem ganz normalen Hamburger Bauprojekt.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Umweltverbände NABU und BUND halten die überarbeiteten Pläne für den Abschnitt der Autobahn A26 Ost bei Hamburg-Moorburg weiterhin für unzureichend. Trotz einer Überarbeitung durch die Planungsgesellschaft DEGES geben die Verbände im Planergänzungsverfahren eine kritische Stellungnahme ab. Ein Gerichtsurteil hatte das Bauprojekt vor knapp einem Jahr gestoppt. Die Planungsgesellschaft DEGES von Bund und Ländern hat ihre Vorlagen für den Bereich bei Moorburg überarbeitet. „Die neue Prüfung der DEGES zeigt jetzt, dass deren eigene Vorzugsvariante nicht die klimafreundlichste ist und trotzdem soll sie gebaut werden“, sagt Chef des NABU Hamburg Malte Siegert, wie die Tagesschau berichtet. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte die Pläne vor knapp einem Jahr in einer Entscheidung, die manche als historisch ansehen, gestoppt und dabei erstmals entschieden, dass bei der Trassen-Abwägung einer Autobahn auch der Klimaschutz berücksichtigt werden muss.
Kritik an Moorflächen und Trassenführung
Die A26 Ost soll eines Tages die A7 und die A1 im Süden Hamburgs verbinden. Bei der von den Planern gewählten Trasse mit dem Namen Süd 1 würden mehr als 20 Hektar wertvolle Moor- und Torfböden in Anspruch genommen – genau daran stoßen sich die Umweltverbände.
Fristen und Gesamtkosten
Am Montag, 31. August, endet die Frist für Stellungnahmen zu den Planergänzungen für die A26 Ost. Anschließend muss die Planfeststellungsbehörde bei der Hamburger Wirtschaftsbehörde die Argumente abwägen und einen neuen Beschluss erlassen. Möglich ist, dass dagegen erneut geklagt wird. Für die insgesamt rund 10 Kilometer lange Strecke werden aktuell Baukosten von mehr als 2,3 Milliarden Euro veranschlagt.
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