Großübung im Landkreis Cuxhaven: Einsatzkräfte simulieren drei Notfälle
Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Cuxhaven-Nord hat mit 170 Einsatzkräften und 15 DRK-Sanitätern drei Notfall-Szenarien geübt. Neben einem Chemieunfall standen ein Schulbrand und ein Verkehrsunfall auf dem Programm.
Eigentlich ist die Kreisfeuerwehrbereitschaft, kurz KFB, für Großeinsätze wie Sturmfluten oder Waldbrände zuständig, die eine Gemeindewehr nicht alleine bewältigen kann. KFB-Sprecher Sönke Eriksen schildert dazu: „Aber da könnten wir nicht all unsere verschiedenen Einsatzzüge einsetzen“. Damit die Spezialisten dennoch zum Einsatz kommen, hat man sich entschlossen, drei kleinere Übungsszenarien zu erproben.<2>Drei unterschiedliche Notfallszenarien im TestEin Szenario fand bei der Firma Pit GmbH im Debstedter Gewerbegebiet statt, die chemische Produkte für die Autopflege herstellt. Dort wurde der Austritt von ätzendem Ammoniak simuliert. Vor dem Firmengelände standen etliche Feuerwehrfahrzeuge, und Einsatzkräfte in Atemschutz sowie Gefahrgut-Sicherheitsmontur waren vor Ort, während ein Dekontaminationszelt aufgebaut wurde.
Ein weiteres Szenario betraf einen ausgebrochenen Brand in der Seeparkschule Wesermünde, einer Förderschule für Kinder mit körperlichen und motorischen Einschränkungen. Das gesamte Gebäude musste evakuiert werden und die Schüler mussten ins Freie, darunter auch simulierte Verletzte. Neben der Drehleiter der Feuerwehr Langen zur Menschenrettung aus größeren Höhen kam wegen des großen Schulgeländes auch ein Schlauchwagen zum Einsatz, um Wasser aus bis zu zwei Kilometern Entfernung zu holen.