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Fachtagung in Wilhelmshaven: Experten beraten über den Schutz des Wattenmeeres

Beim 20. Wadden Sea Day in Wilhelmshaven haben Fachleute über Strategien zum langfristigen Erhalt des Unesco-Weltnaturerbes diskutiert. Zudem wurde der Baustart für ein neues Partnerschaftszentrum gefeiert.

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Watt 'ne Tagung! Hauptsache, die Füße bleiben am Ende trocken. — Rocky, Chefkolumnist
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In Wilhelmshaven hat der 20. Wadden Sea Day stattgefunden. Die von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und dem Gemeinsamen Wattenmeer-Sekretariat organisierte Veranstaltung widmete sich der Bedeutung von Großschutzgebieten für den langfristigen Erhalt des einzigartigen Ökosystems Wattenmeer. Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, war die Unterschutzstellung des Wattenmeeres in den Anrainerstaaten Dänemark, Deutschland und den Niederlanden eine zentrale Voraussetzung für seine Anerkennung als gemeinsames Unesco-Weltnaturerbe.
In den Vorträgen und Diskussionen wurde deutlich, dass die Schutzgebiete in den verschiedenen Ländern zwar unterschiedlich organisiert sind und verschiedene Strategien zum Schutz des Wattenmeeres in den jeweiligen Regionen verfolgen. Diese Vielfältigkeit der Ansätze wurde jedoch einhellig als positiv bewertet, da sie es ermögliche, voneinander zu lernen und für die jeweiligen lokalen Gegebenheiten die besten Lösungen zu entwickeln. Es seien gute Fortschritte zu verzeichnen, hieß es. Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer Peter Südbeck sagte: „Gerade im Jubiläumsjahr unseres Nationalparks zeigt sich, wie wichtig eine gemeinsame Vision für den Schutz des Wattenmeeres ist. Nur wenn wir unsere Erfahrungen teilen, voneinander lernen und gemeinsam handeln, können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern.“ Schutzgebiete seien dabei nicht nur Rückzugsräume für die Natur, sondern auch Orte, an denen Wissenschaft und Zivilgesellschaft, Kultur und regionale Identität zusammenkommen, um Politik und Management zu unterstützen.

Beiträge aus Wissenschaft und Praxis

Die Teilnehmer der Veranstaltung beleuchteten aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für den Schutz des Wattenmeeres. William Sutherland von der University of Cambridge zeigte etwa auf, wie Schutzgebiete wirksam gestaltet werden können. Hans-Ulrich Rösner von der Schutzstation Wattenmeer hob die Bedeutung von Information und Bildung als Voraussetzungen für wirksamen Schutz hervor und betonte dabei die zentrale Rolle der Nichtregierungsorganisationen und der Zivilgesellschaft. Anika Happe von der Universität Oldenburg zeigte auf, dass im trilateralen Wattenmeer vorrangig Veränderungen in der Zusammensetzung der Arten die Biodiversitätsentwicklung prägen.

Ergebnisse der Sommerschule und neues Partnerschaftszentrum

Ergänzt wurde das Programm durch die Präsentation der Ergebnisse der Wadden Sea World Heritage Summer School, also der Wattmeer-Welterbe-Sommerschule. Die 15 Teilnehmer der Summer School hatten sich zwei Wochen lang mit verschiedenen Aspekten des Wattenmeermanagements auseinandergesetzt – dieses Mal am Lauwersmeer in den Niederlanden – und stellten innovative Ansätze zum Umgang mit den ökologischen, kulturellen und wirtschaftlichen Herausforderungen des steigenden Meeresspiegels vor. Ihre gewonnenen Ergebnisse werden jeweils beim Wadden Sea Day präsentiert. Ein Foto zeigt die Redner und Moderatoren der international besetzten Veranstaltung. Thematisch passend nahmen einige Teilnehmer des Wadden Sea Day auch am offiziellen Baustart des Weltnaturerbe-Wattenmeer-Partnerschaftszentrums an der Jadeallee teil. Das neue Zentrum soll künftig als zentrale Anlaufstelle und Netzwerkplattform für die Wattenmeerzusammenarbeit von Deutschland, den Niederlanden und Dänemark gelten. Der Wadden Sea Day wird seit 2006 jährlich gemeinsam von der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat organisiert.

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