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Nachhaltige Ernährung: CO₂-Emissionen und Lebensmittelabfälle im Alltag reduzieren

Kleine Veränderungen bei den Essgewohnheiten und der Einkaufsplanung können den ökologischen Fußabdruck deutlich verringern. Neben einem reduzierten Fleischkonsum hilft auch die gezielte Verwertung von Resten gegen Verschwendung.

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Moin! Weniger Müll auf’m Teller schont die Natur – und den Geldbeutel auch! — Rocky, Chefkolumnist
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Rund 20 Prozent der CO₂-Emissionen in Deutschland stehen im Zusammenhang mit den täglichen Essgewohnheiten. Durch gezielte Anpassungen beim Konsum tierischer Produkte sowie eine stärkere Vermeidung von Lebensmittelabfällen lässt sich der ökologische Fußabdruck verringern. Experten raten dabei zu schrittweisen Veränderungen im Alltag und einer besseren Planung beim Einkauf.
In einer Übersicht, die die AOK Niedersachsen herausgegeben hat, werden 67 Prozent des durch Lebensmittel verursachten CO₂-Ausstoßes tierischen Lebensmitteln zugeschrieben. Fleisch und Fleischerzeugnisse tragen 42 Prozent dazu bei, Milch und Milchprodukte 24 Prozent. Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, entstehen die Emissionen durch den Einsatz von Maschinen und Energie sowie den Transport. Ökotrophologin Rosita Harder von der AOK meint, dass schon kleine Veränderungen Wirkung zeigen und es nicht bedeuten muss, auf tierische Produkte zu verzichten. „Es bringt schon viel, wenn man weniger Fleisch isst.“

Planung schützt vor Verschwendung

Eine langsame Umstellung sei laut der Ernährungsberaterin aus Gesprächen mit Ratsuchenden effektiver als die Hau-Ruck-Methode. Dies könne etwa dadurch geschehen, dass in der Soße zu den Nudeln weniger Fleisch und dafür mehr Gemüse verarbeitet wird oder in der Woche nur an zwei Tagen Fleisch auf den Teller kommt. Da Kochen mit frischem Gemüse nachhaltiger ist als Fertiggerichte, hilft ein Plan bei der Umstellung und beim Einkauf. Laut einer Erhebung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) wirft jeder Deutsche 74,5 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weg, was zusammengerechnet 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfällen entspricht. Bei einer Darstellung mittels KI ergeben sich daraus 432.000 Lkw in einer Schlange von über 8.600 Kilometern Länge von Berlin nach Tokio. Um Verschwendung zu vermeiden, solle man jedoch nicht mehr essen, als der Hunger vorgibt, erklärt Rosita Harder.

Richtiger Umgang mit Haltbarkeit und Resten

Beim Mindesthaltbarkeitsdatum entscheide der eigene Eindruck von Auge, Nase und Mund, ob ein Lebensmittel noch genießbar ist, da das MHD lediglich angibt, wie lange ein Produkt bei richtiger Lagerung mindestens Farbe, Konsistenz und Geschmack behält. Reste von Mahlzeiten wie Kartoffeln oder Nudeln können am nächsten Tag mit Gemüse und Käse oder Semmelbröseln überbacken werden. „Wenn das Brot nicht mehr ganz frisch ist, kommt einfach eine Scheibe Käse drauf, danach vielleicht Paprika, Champignons und noch eine Scheibe Käse. Das Brot wird für zehn Minuten im Ofen überbacken und fertig ist die Mahlzeit“, so der Tipp von Rosita Harder.

Saisonaler und regionaler Einkauf

Für mehr Nachhaltigkeit sorgt auch ein saisonaler und regionaler Einkauf statt stark verarbeiteter Produkte. Fertiggerichte sind in der Produktion aufwendig, sorgen durch Verpackungen für Müll und leisten kaum einen Beitrag zur Gesundheit. Sie haben in der Regel einen hohen Anteil Zucker, Salz und Fett sowie einen geringen Anteil an Ballaststoffen, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen. Diese Lebensmittel erhöhen das Risiko für Übergewicht, Adipositas, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, informiert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Dieser Artikel erschien erstmals am 19.Februar 2026.

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