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Hamburg plant Neuregelung der Kita-Beiträge ab 2027

Hamburgs Familienbehörde plant eine Überarbeitung der Kita-Beiträge ab August 2027. Während wohlhabendere Familien höhere Abgaben leisten müssen, werden Geringverdiener entlastet und die Gelder für die Jugendarbeit gedeckelt.

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Da müssen die Elb-Eltern ab 2027 wohl etwas tiefer ins Portemonnaie greifen. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Hamburger Familienbehörde plant für den kommenden Haushalt eine Neuregelung der Kita-Beiträge sowie Einschränkungen bei den Mitteln für die Kinder- und Jugendarbeit in den Bezirken. Während einkommensstarke Eltern ab August 2027 höhere Beträge zahlen müssen, sollen Familien mit geringerem Einkommen finanziell entlastet werden. Zudem wird der jährliche Aufwuchs der Mittel für die bezirkliche Jugendarbeit auf 1,5 Prozent begrenzt.

Einkommensabhängige Anpassung der Kita-Beiträge

Im Familienausschuss des Senats äußerte sich Senatorin für Schule, Familie und Berufsbildung Ksenija Bekeris (SPD) am Mittwoch zu den geplanten Maßnahmen. Die Senatorin sprach von "herausfordernden" Zeiten. Man müsse gar nicht drumherum reden, sagte Bekeris im Ausschuss: "Höhere Kitabeiträge würden den Haushalt entlasten." Gleichzeitig würden die Beiträge aber auch gerechter gestaltet, nämlich nach Einkommen, wie die Tagesschau berichtet.

Die Erhöhung der Kita-Beiträge greift ab August 2027. Nach Angaben der SPD-Senatorin müssen vor allem Eltern mit gemeinsamen Einkünften über 6.000 Euro netto und zwei Kita-Kindern draufzahlen. Deren Beiträge steigen dann um bis zu 210 Euro pro Monat. Diejenigen mit niedrigeren Einkommen sollen weniger zahlen als bisher. Für Familien, die weniger als 2.650 Euro monatlich verdienen, fallen gar keine Beiträge mehr an.

Kürzungen und Vorgaben für die Bezirke

Schlechte Nachrichten gibt es auch für die Kinder- und Jugendarbeit in den Bezirken. Deren Gelder werden künftig nur noch um 1,5 Prozent jährlich anwachsen. Das ist zu wenig, um steigende Kosten abzudecken. Das betrifft etwa Hausaufgabenhilfe über Elternkurse bis hin zu Krisenteams, die jungen Menschen in Not helfen. In der Erziehungshilfe, wo Eltern beraten und unterstützt werden, sollen die durchschnittlichen Stunden pro Fall etwas verringert werden.

"Wir wissen, dass das eine Herausforderung für die Bezirke ist", sagte Bekeris. Sie sollten deswegen ihre Projekte auf den Prüfstand stellen und auch enger mit Schulen zusammenarbeiten.

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