Meldung ✓

Dreiradgruppe in Bremerhaven fördert Inklusion und Gemeinschaft

Eine von Berbel Häseker und dem ADFC gegründete Dreiradgruppe ermöglicht Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen gemeinsame Radtouren. Neben der Bewegung stehen das Miteinander und der gegenseitige Austausch im Fokus.

KI-generierter Inhalt · wie wir arbeiten →

Moin! Auf drei Rädern kippt der Kaffee unterwegs wenigstens nicht um. Feine Sache! — Rocky, Chefkolumnist
Illustration zu: Dreiradgruppe in Bremerhaven fördert Inklusion und Gemeinschaft
Illustration: KI-generiert
In Bremerhaven unternehmen Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Mobilitätshilfen regelmäßige, rund zwanzig Kilometer lange Ausflüge auf Spezialrädern. Die vor zwei Jahren gegründete Dreiradgruppe bietet allen Interessierten unabhängig von Fitness, Alter oder Art einer Behinderung eine Möglichkeit zu Bewegung und Gemeinschaft.
Die Gruppe wurde von Berbel Häseker und dem ADFC ins Leben gerufen, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Neben der 72-jährigen Gründerin sind unter anderem Monika Gödeke (57) und Birgit Müller (75) Teil der Gemeinschaft. Die zugehörige WhatsApp-Gruppe zählt derzeit zehn Mitglieder. Bei den Ausflügen kommen verschiedene Spezial-Fahrräder wie Dreiräder, Handbikes und Liegebikes sowie Rollstühle zum Einsatz. Der ADFC Bremerhaven unterstützt die Initiative.

Regelmäßige Touren im Sommerhalbjahr

Von Mai bis September treffen sich die Mitglieder jeden dritten Montag im Monat um 14 Uhr im Schaufenster Fischereihafen, direkt gegenüber dem Kochstudio in Bremerhaven. Von dort aus startet die Gruppe zu ihren Touren durch die Stadt und das Umland.
„Wir möchten zeigen, dass man selbst nach einem Schlaganfall oder mit anderen Einschränkungen weiterhin aktiv am Leben teilnehmen kann – und dass man dabei nicht allein ist“, erklärt Berbel Häseker, die sich nach einem Schlaganfall zurück ins Leben gekämpft hat. Die 72-Jährige leitet zudem die Selbsthilfegruppe Schlaganfall und Hoffnung, die Betroffenen und Angehörigen einen geschützten Raum für Austausch, Motivation und gegenseitige Unterstützung bietet. Eine neue Selbsthilfegruppe unter dem Namen „Schlaganfall und Hoffnung“ gibt es zudem in Nordenham.

Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung

Fester Bestandteil der rund zwanzig Kilometer langen Strecken ist eine gemeinsame Kaffeepause, da neben der körperlichen Aktivität das Miteinander im Vordergrund steht. „Es geht darum, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und einfach die Gemeinschaft zu genießen“, so Berbel Häseker.
Die Aktion macht deutlich, dass sportliche Aktivitäten und Lebensfreude auch mit Behinderung möglich sind und gegenseitige Unterstützung neue Wege in ein aktives Leben eröffnet.

← alle Meldungen aus Norden

Weitere Meldungen aus Norden

Norden ✓

Tödliche Schüsse auf St. Pauli: Ermittler vermuten mehr Beteiligte

Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.

05.09., 04:12 Uhr