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HTS plant für 2027 mit 3,09 Millionen Euro Fehlbetrag

Der Eigenbetrieb Helgoland Tourismus-Service kalkuliert für das Jahr 2027 mit einem Millionenverlust. Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Zuschussbedarf der Gemeinde jedoch geringer aus.

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Drei Millionen Minus? Da müssen auf der Düne wohl mehr Matjesbrötchen über den Tresen. — Rocky, Chefkolumnist
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Der Eigenbetrieb Helgoland Tourismus-Service (HTS) plant für das Jahr 2027 mit einem Jahresverlust von 3,09 Millionen Euro. Im Vergleich zum Ansatz für das Jahr 2026 sinkt der erforderliche Betriebsmittelzuschuss der Gemeinde damit um 200.000 Euro. Der entsprechende Wirtschaftsplan steht am 2. September 2026 im Tourismusausschuss zur Beratung.
Der Erfolgsplan für 2027 sieht Erträge in Höhe von 3.975.795 Euro sowie Aufwendungen von 7.065.795 Euro vor, wie die Gemeinde Helgoland mitteilt. Den größten Einzelposten auf der Aufwandsseite bilden die Gehälter mit 2,61 Millionen Euro. Dazu kommen Aufwendungen für die Sozialversicherung in Höhe von 561.470 Euro, für die Zusatzversorgung in Höhe von 141.750 Euro sowie eine erhöhte Gehaltskostenerstattung an die Gemeinde, die von 66.000 auf 146.500 Euro steigt. Für Strom sind 408.925 Euro veranschlagt und für Wärme 215.000 Euro, nachdem dieser Posten zuvor bei 166.000 Euro lag. Die Ertragsseite stützt sich im Wesentlichen auf die Bungalowvermietung mit 1,55 Millionen Euro, die Kurabgabe mit 880.000 Euro und die Tourismusabgabe mit 425.000 Euro.

Ursachen und Fehlbeträge in den einzelnen Bereichen

Die kaufmännische Leitung begründet die Entwicklung in der Erläuterung mit steigenden Personalkosten, neu vereinbarten Kostenerstattungen an die Gemeinde sowie allgemeinen Kostensteigerungen bei Betriebsmitteln und Fremdleistungen. Ein Teil des Mehraufwands soll über Preisanpassungen aufgefangen werden. Zudem wird jede Ausgabe weiterhin durch die Leitung geprüft und freigegeben. Der Zuschussbedarf bleibt durch die beiden aufwandsstarken Kostenstellen Schwimmbad und Düne allgemein geprägt. Den größten Fehlbetrag verursacht der Badebetrieb Düne mit rund 1,07 Millionen Euro, gefolgt vom Schwimmbad mit rund 1,12 Millionen Euro und den Veranstaltungen mit 430.527 Euro. Überschüsse erzielen hingegen die Kurtaxe mit 797.230 Euro, das Bungalowdorf mit 313.602 Euro, die Wikkelhouses mit 22.630 Euro und der Campingplatz mit 17.727 Euro. Das Werbebudget wird deutlich reduziert: Für sonstige Werbemaßnahmen sind statt 171.300 Euro nur noch 70.900 Euro vorgesehen.

Investitionen und Anpassungen im Stellenplan

Der Vermögensplan weist Investitionen von 64.800 Euro aus, nachdem im Vorjahresplan 60.000 Euro vorgesehen waren. Geplant sind unter anderem eine E-Karre für Veranstaltungen und Instandhaltung für 12.000 Euro, neue Bühnenteile, eine mobile Bar und ein mobiler Marktstand für den Veranstaltungsbereich, eine Panorama-Webcam für 8.000 Euro sowie für die Düne ein Defibrillator, zehn Flaggenmasten, eine Gewerbewaschmaschine und vier kleine Bungalowküchen.Der öffentlich einsehbare Stellenplan umfasst für das Jahr 2027 insgesamt 52,82 Stellen nach 54,14 Stellen im Plan für 2026. Dieser Rückgang um 1,32 Stellen ergibt sich unter anderem durch das Entfallen einer Stelle in der Campingverwaltung nach dem Ausscheiden der Stelleninhaberin sowie den Verzicht auf eine Neubesetzung im Kurmittelhaus aufgrund einer Umstrukturierung. Gegenläufig wirken die Umwandlung von zwei Teilzeit- in Vollzeitstellen und eine befristete Dauervertretung im kaufmännischen Bereich. Nicht berücksichtigt sind im Plan eventuelle Veränderungen aus der Organisationsberatung, die von Gemeinde und HTS derzeit gemeinsam durchgeführt wird. Der Tourismusausschuss soll der Gemeindevertretung empfehlen, den Plan in der gelesenen Fassung festzustellen. Die abschließende Entscheidung trifft die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am 28. September 2026.

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