Helgoland Tourismus-Service rechnet 2027 mit geringerem Defizit
Der Eigenbetrieb Helgoland Tourismus-Service plant für das Jahr 2027 mit einem Verlust von 3,09 Millionen Euro. Haupttreiber der Unterdeckung bleiben die Bereiche Schwimmbad und Düne.
Geplant sind Erträge von 3,976 Millionen Euro und Aufwendungen von 7,066 Millionen Euro, wie die Gemeinde Helgoland mitteilt. Die kaufmännische Leitung begründet den weiterhin hohen Fehlbetrag mit steigenden Personalkosten, neu vereinbarten Kostenerstattungen an die Gemeinde sowie allgemeinen Kostensteigerungen bei Betriebsmitteln und Fremdleistungen. Einen Teil davon fange der HTS über Preisanpassungen auf; jede Ausgabe werde weiterhin von der Leitung geprüft und freigegeben.<2>Schwimmbad und Düne bleiben HauptkostenpunkteGeprägt bleibt der Zuschussbedarf von den beiden Kostenstellen Schwimmbad und Düne allgemein. Für das Schwimmbad ist eine Unterdeckung von 1,116 Millionen Euro eingeplant, für den Badebetrieb Düne 1,071 Millionen Euro. Auch die Verwaltung (minus 569.000 Euro), die Veranstaltungen (minus 431.000 Euro), die HTS-Infrastruktur mit den WC-Anlagen (minus 324.000 Euro), die Werbung (minus 249.000 Euro), die Anwendungen im Kurmittelhaus (minus 232.000 Euro) und die Tourist-Information (minus 167.000 Euro) arbeiten defizitär.
Überschüsse erwirtschaften die Kurabgabe mit 797.000 Euro, das Bungalowdorf mit 314.000 Euro, die Wikkelhouses mit 23.000 Euro und der Campingplatz mit 18.000 Euro. Bei der Kurabgabe rechnet der Plan mit 880.000 Euro, bei den Bungalows mit 1,55 Millionen Euro Erlösen.
Verschiebungen und geplante Investitionen
Im Verhältnis zur Gemeinde gibt es Veränderungen: Die Gehaltskostenerstattung an die Gemeinde steigt von 66.000 auf 146.500 Euro, während die Verwaltungskosten der Gemeinde von 140.500 auf 36.100 Euro sinken. Beim Marketing wird gespart: Der Ansatz für sonstige Werbemaßnahmen fällt von 171.300 auf 70.900 Euro, für Presse- und Werbeanzeigen von 38.600 auf 30.450 Euro. Deutlich teurer werden Wärme (215.000 statt 166.000 Euro), Müllentsorgung (66.850 statt 44.900 Euro) und Abwasser (41.380 statt 31.740 Euro).Der Vermögensplan sieht Investitionen von insgesamt 64.800 Euro vor – unter anderem 12.000 Euro für kleine Bungalowküchen, 10.000 Euro für zehn Flaggenmasten auf der Düne, 12.000 Euro für eine E-Karre für Veranstaltungen und Instandhaltung, 8.000 Euro für eine Panorama-Webcam, 7.200 Euro für Bühnenteile sowie 3.600 Euro für einen Defibrillator auf der Düne.
Der öffentliche Stellenplan sieht für 2027 insgesamt 52,82 Stellen vor, was 1,32 Stellen weniger entspricht als im Plan für 2026. Entfallen soll die Leitungsstelle der Campingverwaltung nach dem Ausscheiden der Stelleninhaberin sowie eine Stelle als Reinigungskraft und Badehelfer im Kurmittelhaus wegen Umstrukturierung. Zwei Teilzeitstellen werden zu Vollzeitstellen aufgestockt, eine Dauervertretung in der Kaufmännischen Abteilung ist bis Anfang 2028 befristet vorgesehen. Eine Ausbildungsstelle als Tourismus- und Veranstaltungskauffrau bleibt erhalten. Mögliche Veränderungen aus der laufenden Organisationsberatung von Gemeinde und HTS sind im Plan noch nicht berücksichtigt.