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Helgoländer Tourismus-Service bilanziert Millionenverlust

Der Eigenbetrieb Helgoland Tourismus-Service schließt das Jahr 2025 mit einem Defizit von 2,86 Millionen Euro ab. Über den Ausgleich durch die Gemeinde wird im September entschieden.

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Ein Millionenminus? Das schwimmt sich in der Nordsee von ganz alleine weg. — Rocky, Chefkolumnist
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Der Eigenbetrieb Helgoland Tourismus-Service hat das Wirtschaftsjahr 2025 mit einem Jahresverlust von mehr als 2,86 Millionen Euro abgeschlossen. Über den vollständigen Ausgleich des Defizits aus dem kommunalen Haushalt soll im September entschieden werden, wie aus Unterlagen der Gemeinde Helgoland hervorgeht.
Der Eigenbetrieb Helgoland Tourismus-Service (HTS) verbucht für das Wirtschaftsjahr 2025 einen Verlust von genau 2.860.158,62 Euro. Der Tourismusausschuss berät am 2. September 2026 über die formelle Feststellung des Jahresabschlusses und soll der Gemeindevertretung empfehlen, den Verlust in voller Höhe aus dem Haushalt der Gemeinde Helgoland auszugleichen. Die endgültige Entscheidung fällt die Gemeindevertretung am 28. September 2026. Grundlage ist der Prüfbericht von Wirtschaftsprüfer Hans Musehold vom 2. September 2026, der eine Bilanzsumme von 1.574.191,81 Euro feststellt.<2>Abweichungen vom Wirtschaftsplan und ErlöseEine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage oder ein Verlustvortrag ins Folgejahr ist nicht vorgesehen. Der Verlust liegt um rund 251.000 Euro über dem des Vorjahres (2.609.223,72 Euro), jedoch deutlich unter dem im Wirtschaftsplan veranschlagten Planverlust von 3,2 Millionen Euro. Die nicht benötigten 340.000 Euro Verlustausgleich fließen an die Gemeinde zurück und stehen als Verbindlichkeit in der Bilanz. Hinter dem Ergebnis stehen gegenläufige Entwicklungen: Die Umsatzerlöse sanken um 228.000 Euro auf 3,32 Millionen Euro. Die Erlöse aus der Kurabgabe stiegen durch Preisanhebungen um 213.000 Euro auf 866.000 Euro, die Vermietungen auf der Düne für Bungalows, Camping und Strandkörbe legten um 121.000 Euro zu, und die Anwendungen im Kurmittelhaus brachten 76.000 Euro mehr ein. Dem stehen rund 600.000 Euro Erlöse gegenüber, die durch die Schließung des Vermietungsbetriebs im Kurmittelhaus komplett wegfielen. Auf der Aufwandsseite schlugen die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst, allgemeine Preissteigerungen und höhere Instandhaltungsleistungen zu Buche, wodurch die betrieblichen Aufwendungen auf 6,67 Millionen Euro stiegen.

Rückgang bei den Gästezahlen

Auch die Gästezahlen gingen zurück: Sie sanken um 12.362 beziehungsweise 4,1 Prozent auf 289.379. Die Zahl der Übernachtungsgäste verringerte sich um 0,7 Prozent auf 85.071, die der Übernachtungen um 3,3 Prozent auf 306.537. Vor der Pandemie lagen die Besucherzahlen bei 350.000 bis 400.000 Gästen im Jahr, was der HTS nach eigener Darstellung wieder erreichen will.

Entwicklungen in den einzelnen Bereichen

Größter einzelner Verlustbringer bleibt das Schwimmbad, das nach Umlage der Verwaltungs- und Werbekosten mit einem Minus von 1,213 Millionen Euro in den Büchern steht und damit allein 42,4 Prozent des Gesamtverlustes ausmacht. Der Allgemeine Kurbetrieb mit Tourist-Information, Kurtaxe, Veranstaltungen, Badestränden und Infrastruktur schließt mit minus 1,454 Millionen Euro ab; seine Einnahmen decken nur 46 Prozent der Aufwendungen. Positiv wirtschaftete dagegen die Vermietung auf der Düne mit einem Überschuss von 141.000 Euro. Die Wikkelhouses konnten auch 2025 nicht vermietet werden und verursachten erneut ein Minus von 8.000 Euro.Wirtschaftsprüfer Hans Musehold hält die Lagebeurteilung der Werkleitung für angemessen und zutreffend, weist aber darauf hin, dass der Eigenbetrieb zur Erhaltung des Eigenkapitals und zur Sicherstellung der Liquidität dauerhaft auf den Verlustausgleich durch die Gemeinde angewiesen ist. Die Eigenkapitalquote sank auf 27,1 Prozent. Die kurzfristig fälligen Schulden waren zum Bilanzstichtag nicht vollständig durch kurzfristig verfügbare Mittel gedeckt; zahlungsfähig blieb der Betrieb nur durch die unterjährigen Abschläge der Gemeinde auf den Planverlust.

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