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Schutz vor gefälschten Urlaubsangeboten: So erkennen Sie Betrug bei der Online-Buchung

Gefälschte Unterkünfte im Internet können den Urlaub ruinieren. Betroffene und Verbraucherschützer erklären, worauf bei Buchungen zu achten ist und wie sich Urlauber schützen.

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Beim Buchen von Urlaubsunterkünften im Internet droht die Gefahr, auf gefälschte Angebote von Betrügern hereinzufallen. Geschädigte und Verbraucherschützer geben Hinweise, wie sich Reisebegeisterte vor finanziellen Schäden schützen können. Im Ernstfall helfen ein schnelles Handeln bei den Banken sowie eine Strafanzeige bei der Polizei.
Wie ein Urlaub plötzlich platzt, erlebte Maike Bechtold mit einigen Kommilitonen vor einigen Jahren, als sie noch Studentin war. Die jungen Leute wollten über Silvester nach Amsterdam reisen, um dort gemeinsam den Jahreswechsel zu feiern. Ein Freund suchte über eine Online-Plattform eine Unterkunft für mehrere Tage. „Wir haben sofort alles bezahlt“, erinnert sich die heute 29-Jährige. Dass etwas nicht stimmte, fiel auf, als jemand aus der Gruppe noch etwas auf der Anzeige nachschauen wollte. „Die Anzeige gab es nicht mehr und es war niemand mehr erreichbar“, schildert Maike Bechtold die Situation. „Wir waren natürlich schockiert und traurig.“ Sie meldeten den Vorfall bei der Plattform. „Aber unser Geld haben wir nicht wieder bekommen. Das war als Studentin eine Menge Geld.“ Die Gruppe feierte schließlich in Zeven bei ihren Eltern. „Unverhofft hatten wir dann doch eine schöne Zeit.“
Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, achtet die junge Frau seither besonders auf Bewertungen von anderen Gästen über die Unterkunft und den Gastgeber auf gängigen Plattformen wie Airbnb oder booking.com.

Tipps für die sichere Buchung

Maike Bechtold prüft Anzeigen inzwischen sehr genau: „Ich schaue auf die Fotos der Unterkunft. Wenn eine Anzeige nur drei Bilder hat, werde ich misstrauisch.“ Zudem checkt sie auf Google-Maps die Angaben zur Umgebung und achtet darauf, ob Bewertungen gekauft oder schlecht übersetzt klingen. „Wenn eine Unterkunft noch keine Bewertung hat, finde ich das komisch.“ Das gelte auch, wenn angepriesene Hotels keine eigene Webseite haben. „Ich benutze nur die gängigen Plattformen Airbnb und Booking. Da kann man sich verhältnismäßig sicher sein“, findet sie und appelliert, das Impressum bei neueren Seiten zu prüfen. Ihr Tipp lautet: „Sich aufs Bauchgefühl zu verlassen, wenn man sich unsicher ist, eine Anzeige irgendwie unseriös wirkt.“ Geld sollte zudem nie über den Freunde-Modus bei Paypal gezahlt werden, da sonst der Käuferschutz entfällt. Maike Bechtold betont: „Das würde ich nie machen, da müssen die Alarmglocken schrillen.“

Warnzeichen laut Verbraucherzentrale

Laut Verbraucherzentrale werben Abzocker oft mit extrem preiswerten Angeboten über unbekannte Reiseseiten oder soziale Medien. Die direkte Kommunikation erfolgt oft nur über Messenger wie WhatsApp oder per E-Mail. „Daneben gestalten Abzocker professionelle Internetseiten, auf denen Pauschalreisen, Flüge oder Unterkünfte angeboten werden“, warnt die Verbraucherzentrale. Solche Fake-Unterkünfte werden selbst auf großen Plattformen wie booking.com, Airbnb oder fewo-direkt angeboten: „Dort sind sie sehr schwer von den echten Angeboten zu unterscheiden.“ Die Maschen haben meist eines gemeinsam: „Die Anbieter bieten besondere Reiseschnäppchen und verlangen den gesamten Reisepreis im Voraus“, erläutert die Verbraucherzentrale. Zur Überprüfung bieten die Verbraucherzentralen ihren Fakeshop-Finder an. Auch der Verband Deutscher FerienhausAgenturen (VDFA) informiert über seinen Warnmelder vor möglichen Fake-Unterkünften.

Vorgehen im Schadensfall

Falls bereits eine Fake-Reise gebucht wurde, gilt es schnell zu handeln. Die Bank oder Kreditkartenfirma sollte umgehend informiert werden, da gezahltes Geld teilweise zurückgeholt oder die Zahlung gestoppt werden kann. Zudem müssen alle Belege und Nachrichten rund um die Buchung und Bezahlung gut dokumentiert und bei der Polizei Strafanzeige wegen Betrugs gestellt werden.

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