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Neuer Anlauf für Insellinie: Helgoland prüft EU-Förderung für Flugverkehr

Seit anderthalb Jahren ruht der Flugverkehr nach Helgoland. Die Gemeindevertretung berät nun über einen Antrag, um mithilfe eines EU-Instruments wieder Verbindungen zum Festland aufzubauen.

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Abheben nach Helgoland? Klingt gut, solange der Gegenwind nicht die Mütze weglüstert. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Gemeinde Helgoland unternimmt einen neuen Versuch, eine regelmäßige Flugverbindung zum Festland zu etablieren. Am 31. August entscheidet die Gemeindevertretung über einen Beschlussvorschlag, der die Verwaltung mit der Ausarbeitung entsprechender Möglichkeiten beauftragt. Dabei rückt insbesondere ein EU-Instrument zur Subventionierung regional wichtiger Flugstrecken in den Fokus.
Seit fast anderthalb Jahren ist Helgoland ohne regelmäßige Flugverbindung zum Festland. Die OFD hatte den Flugverkehr zwischen Büsum, Nordholz und Helgoland noch vor Ostern 2025 eingestellt. Anschließend war die Anschaffung von drei kleinen Tecnam-Maschinen mit je vier Plätzen vorgestellt worden. Doch die Bemühungen um die erforderlichen Genehmigungen scheiterten: Am 11. Juni 2026 informierten AG Ems und OFD die Verwaltung über die Einstellung ihrer Bemühungen.

Wirtschaftliche Hürden für Fluggesellschaften

Der Betreiber äußerte zwar den Wunsch, bei wirtschaftlich tragfähigen Rahmenbedingungen weiter fliegen zu wollen – kalkulierte dafür aber mit ambitionierten 20.000 Fluggästen. Eine andere Fluggesellschaft machte deutlich, dass sich ein Betrieb trotz Zuschüssen erst ab etwa 70.000 Fluggästen rechnen würde. Ein dritter Anbieter zeigte kein Interesse an einer Linienverbindung, wie aus Mitteilungen der Gemeinde Helgoland hervorgeht.

EU-Instrument für insulare Flugverbindungen

Neue Bewegung kam durch eine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag vom Juli 2026 in die Angelegenheit. In ihrer Antwort verwies die Bundesregierung auf das EU-Instrument der Public Service Obligation (PSO): Nach der Verordnung (EG) Nr. 1008/2008 dürfen Mitgliedstaaten Fluglinien auf unrentablen, aber regional wichtigen Strecken vorschreiben und subventionieren – gedacht gerade für Randgebiete und Inseln. Die Bundesregierung mache davon derzeit keinen Gebrauch, weil ihr "kein Versorgungsproblem der Insel Helgoland bekannt" sei – und bislang habe niemand gegenüber dem Bund die Einrichtung einer PSO gefordert.
Genau hier will die Verwaltung ansetzen und wünscht sich politischen Rückhalt, um das Ziel einer regelmäßigen Flugverbindung gemeinsam zu verfolgen. Sollten dabei Kosten für den Gemeindehaushalt entstehen, sind rechtzeitig die erforderlichen Gremienbeschlüsse einzuholen. Die finanziellen Auswirkungen des Beschlusses selbst beziffert die Vorlage zunächst mit "höchstens Reisekosten".

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