Helgoland: Beschluss über neuen Flächennutzungsplan für die Düne steht bevor
Am 31. August entscheidet die Gemeindevertretung Helgoland über die Neuordnung der Düne. Trotz Bedenken des Naturschutzes liegt nun die überarbeitete Planung vor.
Die Planung beinhaltet Naturschutzflächen, Sondergebiete für Bungalowdorf, Ferienhäuser, Lagerhallen, Dünenrestaurant und Flugplatz sowie Grünflächen für Zeltplatz, Spiel- und Strandnutzungen, Grillplatz und Minigolfanlage.
Bedenken der Naturschutzbehörden
Im Beteiligungsverfahren äußerten vor allem die Untere Naturschutzbehörde und Naturschutzverbände Bedenken – etwa zur Abgrenzung zum Naturschutzgebiet „Helgoländer Felssockel", zur Aktualität der Artenschutzgutachten und zum Umgang mit bodenbrütenden Vogelarten wie Sandregenpfeifer und Wiesenpieper sowie den Robbenbeständen. Diesen Einwänden wurde überwiegend gefolgt: Die Gutachten wurden mit aktuellen Brutvogeldaten überarbeitet, für den Sandregenpfeifer wurde eine jährliche Wildtierruhezone von April bis August aufgenommen, und die Strand-Grünfläche im Nordwesten wurde zurückgenommen, soweit sie ins Naturschutzgebiet hineinreichte.Der grundsätzlichen Forderung nach einem Verzicht auf touristische Nutzungen folgte die Gemeinde dagegen nicht: Die Planung ziele auf Qualitätsverbesserung, nicht auf Kapazitätserweiterung, und der Fremdenverkehr sei wirtschaftliche Grundlage der Inselbevölkerung.
Bodenschutz und finale Rahmenbedingungen
Die Untere Bodenschutzbehörde wies auf die kriegsbedingte Vorbelastung der Düne hin, die als Kampfmittelverdachtsfläche eingestuft ist. Vor Tiefbaumaßnahmen soll daher auf Empfehlung des Kampfmittelräumdienstes eine Untersuchung erfolgen; ein entsprechender Hinweis wurde in die Planunterlagen aufgenommen.Die Landesplanung bestätigte, dass der Planung keine Ziele der Raumordnung entgegenstehen. Finanzielle Auswirkungen hat die Flächennutzungsplanänderung selbst nicht – diese beschränken sich auf den Bebauungsplan.