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Gemeindevertretung Helgoland berät über Ausgaben für Robbenschutzzäune

Wegen steigender Geburtenzahlen von Kegelrobben berät die Gemeindevertretung Helgoland über Zäune am Nord-Oststrand. Die Verwaltung schlägt Ausgaben von bis zu 55.000 Euro vor.

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Da hilft wohl nur Zaun bauen oder den Robben das Fußballspielen beibringen. — Rocky, Chefkolumnist
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Am 31. August berät die Gemeindevertretung Helgoland erneut über den Umgang mit wachsenden Kegelrobbenbeständen und außerplanmäßige Ausgaben für Schutzzäune am Nord-Oststrand. Hintergrund sind 39 Robbengeburten im vergangenen Winter sowie erwartete Ausweichbewegungen der Tiere ins Inselinnere Richtung Sportplatz und Jugendherberge. Wie die Gemeinde Helgoland berichtet, schlägt die Verwaltung die Anschaffung von Zaunelementen für bis zu 55.000 Euro vor.

Prüfung alternativer Vergrämungsmaßnahmen ohne Erfolg

In der Sitzung vom 22. Juni hatte sich die Gemeindevertretung mehrheitlich gegen Absperrzäune auf der Hauptinsel ausgesprochen und die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob eine Vergrämung durch Beleuchtung oder andere Maßnahmen zielführend wäre. Weder das Umweltministerium in Kiel (MEKUN) noch das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) konnten jedoch alternative Möglichkeiten liefern. Zäune im Wasser halten den Witterungsverhältnissen nicht stand, und zu Vergrämungsmethoden liegen ausschließlich negative Einschätzungen vor.

Pläne für Absperrungen und Freiflächen

Die Verwaltung schlägt daher weiterhin die Anschaffung von Zaunelementen als sicherste Methode vor, um die Robbengeburten und die Bewegungen der Tiere auf der Hauptinsel zu begrenzen. Der Nord-Oststrand soll analog zur Düne sukzessive abgesperrt werden. Die tägliche Überwachung ist noch mit dem Verein Jordsand zu vereinbaren. Als Ausweichfläche für Hunde könnte in dieser Zeit der Südstrand freigegeben werden.

Finanzierung durch Minderausgaben

Die Kosten belaufen sich auf 45.469,90 Euro nach dem aktuell vorliegenden Angebot beziehungsweise bis zu 55.000 Euro, falls ein neues Angebot eingeholt werden muss. Gedeckt werden sollen sie durch Minderausgaben beim Konto für die Sanierung der Landungsbrücke. Ein konkreter Beschlussvorschlag ist diesmal offen formuliert – entschieden wird „nach Beratung“.

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