Finanzierung der neuen Dünenfähre: Helgoland plant Umschichtung von 510.000 Euro
Für den Bau der neuen elektrischen Dünenfähre auf Helgoland fehlen wegen eines Buchungsfehlers Mittel auf dem Sachkonto. Die Gemeindevertretung berät über eine Umleitung von Geldern aus dem Topf für die Landungsbrücke.
Wie die Gemeinde Helgoland mitteilt, betont die Verwaltung ausdrücklich, dass es sich bei dem Fehlbetrag nicht um eine Kostensteigerung beim Bau der Fähre handelt. Ursache ist vielmehr ein buchhalterisches Problem im Zuge des Wechsel des Finanzsystems von CIP auf Pro-Doppik mit geänderter Buchungslogik. Dadurch wurden 397.538,84 Euro nicht aus dem Haushalt 2024 nach 2025 übertragen. Zudem liefen sämtliche Beratungskosten über dieses Konto, obwohl sie ursprünglich über das allgemeine Planungskonto abgewickelt werden sollten.
Vertragliche Pflichten und klimafreundlicher Antrieb
Die Zahlungsverpflichtungen sind vertraglich gebunden und nach Einschätzung der Verwaltung sachlich unabweisbar, da der Vertrag zum Bau der Fähre sowie zur Projektsteuerung und Beratung bereits geschlossen ist. Die neue, rein elektrische Dünenfähre wird bei der Werft Ostseestaal in Stralsund gebaut und soll die Verbindung zwischen Hauptinsel und Düne künftig klimafreundlich sichern.
Umschichtung aus dem Topf der Landungsbrücke
Gedeckt werden soll die Ausgabe vollständig aus dem Konto für die Sanierung der Landungsbrücke, auf dem durch die Verschiebung investiver Maßnahmen Mittel verfügbar sind. Bei der Landungsbrücke hat die Gemeinde ihre Strategie geändert: Das Bauwerk soll durch Unterhaltungsmaßnahmen möglichst lange nutzbar bleiben und ein teurer Ersatzneubau hinausgezögert werden.