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Wärmer, trockener und sonniger: Die Wetterbilanz der Sommerferien in Schleswig-Holstein

Die Sommerferien in Schleswig-Holstein waren in diesem Jahr von überdurchschnittlichen Temperaturen, viel Sonnenschein und wenig Regen geprägt. Daten des Deutschen Wetterdienstes zeigen deutliche Abweichungen vom langjährigen Mittel.

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Sonne im Norden? Da hol ich glatt mal die kurze Büx aus dem Schrank. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Sommerferien in Schleswig-Holstein waren in diesem Jahr außergewöhnlich warm, trocken und sonnig. Eine Auswertung von Messdaten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeigt, dass die Temperaturen deutlich über dem langjährigen Mittel lagen und rund 40 Prozent weniger Niederschlag als üblich fiel. Am Montag beginnt im nördlichsten Bundesland wieder die Schule.
In den vergangenen sechs Wochen vom 4. Juli bis 15. August gingen für viele Urlauber an Nord- und Ostsee die Wünsche nach Sonne und Wärme in Erfüllung, wie die Tagesschau berichtet. Aus Sicht des Klimawandels ist die Bilanz jedoch alarmierend. Die von NDR Data ausgewerteten Daten des DWD zeigen deutliche Abweichungen bei Sonnenstunden, Niederschlagsmengen und Temperaturen im Vergleich zu den Referenzperioden.

Deutlich wärmere Ferientage und extreme Spitzenwerte

Die Sommerferien 2026 waren ungewöhnlich warm. Zwischen dem 4. Juli und 15. August lagen die Temperaturen im Schnitt 1,6 Grad über dem langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Besonders auffällig waren einzelne Tage mit extrem hohen Werten. Der heißeste Tag der Ferien war der 29. Juli mit einem Durchschnitt von 23,55 Grad, was fast sieben Grad wärmer als normalerweise ist. Die Wärme verteilte sich jedoch nicht gleichmäßig, sondern konzentrierte sich auf mehrere ausgeprägte Phasen wie die vom 9. bis 18. Juli. Insgesamt gab es auch 13 Tage, die unter dem Durchschnitt des Referenzbereichs lagen. Spitzenwerte wurden mit 37,1 Grad in Wittenborn (Kreis Segeberg), 36,9 Grad in Lübeck-Blankensee und 36,5 Grad in Quickborn (Kreis Pinneberg) gemessen. Die Stationen Schönhagen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) und Kiel Leuchtturm verzeichneten mit 34 und 33,4 Grad jeweils ein neues Allzeithoch für Juli.

Wenig Niederschlag und späte Sonnenstunden

Auch beim Regen zeigte sich eine ungleichmäßige Verteilung. Einzelne sehr trockene Tage führten zu einer unterdurchschnittlichen Bilanz mit rund 40 Prozent weniger Niederschlag als üblich. Nur an neun Tagen gab es mehr Niederschlag als im Durchschnitt der Referenzperiode. Allein am 26. Juli fielen rund 13 Liter pro Quadratmeter, was ein Fünftel der gesamten Niederschlagsmenge in den Ferien ausmachte. Insgesamt kamen zwischen dem 4. Juli und 11. August 64 Liter pro Quadratmeter zusammen. Die Sonne schien zu Beginn der Ferien zunächst weniger als im Durchschnitt der vergangenen 25 Jahre in diesem Zeitraum. Ab der zweiten Ferienwoche holte das Land jedoch auf. Vom 4. Juli bis zum 10. August wurden insgesamt rund 316 Sonnenstunden registriert, was knapp 50 Stunden mehr als normalerweise in diesem Zeitraum entspricht.

Ein Sommer der Extreme im Zeichen des Klimawandels

Generell waren die Sommerferien in Schleswig-Holstein von starken Wechseln geprägt, erklärt NDR Wetterexperte Sebastian Wache. Einzelne Hochdruckgebiete bescherten dem Land trockene Phasen und Hitze. Es sei zwischendurch aber auch wechselhafter gewesen, zeitweise mit kräftigem Regen, "wie beispielsweise in Oldenburg in Holstein im Juli, mit 93,8 Litern pro Quadratmeter. Das war mal so ein kräftiger Guss, der mal über den Tag gefallen ist", so Wache. Die starken Ausschläge seien ein Zeichen des Klimawandels, worauf Klimawissenschaftler bereits seit Jahren hinweisen würden. In den kommenden Jahren müsse man laut Wache mit ähnlich extremen – möglicherweise sogar noch extremeren – Wetterlagen rechnen.

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05.09., 04:12 Uhr