Maritime Tage in Bremerhaven: Hitze sorgt für hohen Andrang und einen Polizeieinsatz
Trotz extremer Temperaturen verzeichnen die Maritimen Tage in Bremerhaven bereits über 120.000 Besucher. Ein verbotenes Abkühlungsbad im Hafenbecken rief jedoch die Einsatzkräfte auf den Plan.
Hohe Besucherzahlen trotz extremer Hitze
„Wir sind mit den Besucherzahlen sehr zufrieden“, berichtet Thorsten Brockmann von Erlebnis Bremerhaven, wie die Nordsee-Zeitung meldet. An den ersten beiden Veranstaltungstagen kamen bereits mehr als 120.000 Menschen zu den Maritimen Tagen. Dabei zeichnet sich ein deutlicher Rhythmus ab: Während am Vormittag viele Besucher unterwegs sind, fällt der Zuspruch in den heißen Nachmittagsstunden etwas verhaltener aus. Ab 18 Uhr füllen sich die Veranstaltungsbereiche dann wieder deutlich. „Zum abendlichen Fantreffen der Fischtown Pinguins kamen die Menschen trotz der Hitze sogar im Trikot“, erzählt Brockmann lachend. Auch Marita Korsten und Georg Korsten aus Grevenburg lassen sich die Maritimen Tage nicht entgehen. Das Ehepaar verbringt regelmäßig seinen Urlaub in der Region rund um Cuxhaven. „Bremerhaven ist dabei immer Pflichtprogramm“, sagen die beiden. Wegen der hohen Temperaturen planen sie ihren Besuch auf dem Fest in diesem Jahr allerdings etwas kürzer: Einmal über das Veranstaltungsgelände schlendern, anschließend geht es zur Abkühlung ins klimatisierte Columbus Center.
Tipps gegen die Hitze und Badeverbot im Hafen
Erlebnis Bremerhaven empfiehlt den Besuchern, bei den hohen Temperaturen besonders auf sich zu achten. Kopfbedeckung, ausreichend Flüssigkeit und möglichst viel Aufenthalt im Schatten gehören zu den wichtigsten Tipps. Zwar bieten die Maritimen Tage als Open-Air-Veranstaltung naturgemäß nur begrenzt Schatten, doch viele Schausteller haben zusätzlich Sonnenschirme aufgestellt. Für die Wasserversorgung steht der kostenlose Trinkwasserbrunnen am Deutschen Auswandererhaus zur Verfügung. Wer der Hitze entkommen möchte, kann außerdem aufs Wasser fliehen, etwa mit einem Segeltörn. Bis Sonntag gibt es noch täglich Möglichkeiten, mitzufahren. Denn: „Auf dem Wasser weht ja immer eine angenehme Brise“, weiß Brockmann. Eine Abkühlung im Hafenbecken ist dagegen keine Option; dort herrscht Badeverbot. Ein Mann nahm das am späten Donnerstag nicht so genau und sprang zur Abkühlung in den Neuen Hafen. Die Meldung „Person im Wasser“ löste beinahe einen größeren Einsatz der Rettungskräfte aus. Der Mann muss nun mit einer Anzeige der Polizei rechnen.
Sanitätsdienste im Dauereinsatz
Damit die Besucher die Maritimen Tage trotz der Hitze sicher genießen können, sind auch die Sanitäter von Johannitern und Deutschem Roten Kreuz vor Ort. „Seit Mittwoch wohnen wir gefühlt hier“, sagt Sanitäter Dominik Tumpach von den Johannitern lachend. Gemeinsam mit seinem Kollegen Florian Brune ist er auf dem Veranstaltungsgelände unterwegs. Von 10 bis 22 Uhr ist durchgehend ein Sanitätsdienst vor Ort. Unfallhilfsstellen befinden sich am Conference Center und beim Streetfoodfestival. Zusätzlich sind jeweils zwei Teams auf Streife. Dabei müssen die Sanitäter bei den sommerlichen Temperaturen über das Gelände patrouillieren und ihre schweren Rucksäcke mit sich führen. Die Hitze macht sich bei den Einsätzen bemerkbar. „Kreislaufprobleme durch die Hitze gibt es bei den Besuchern immer wieder mal“, berichtet Tumpach. Für die Einsatzkräfte bedeutet das: aufmerksam bleiben, schnell reagieren und den Besuchern bei Bedarf helfen. So bleibt die Hitze zwar ein bestimmendes Thema bei den diesjährigen Maritimen Tagen – die Freude am Fest lassen sich die Besucher aber offenbar nicht nehmen.