Helgolands Zukunftsplanung: Bau- und Umweltausschuss berät über Inselentwicklung
Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Helgoland berät erneut über die künftige Ausrichtung der Inselentwicklung und den möglichen Bedarf an Landgewinnung. Auch die Inselbevölkerung ist weiterhin aufgerufen, eigene Ideen einzureichen.
Prüfung von Landgewinnung und Alternativen
Unter dem Titel „Aktuelle Herausforderungen für die Gemeinde Helgoland“ informieren Bürgermeister Thorsten Pollmann und das Projektteam mit Carina Pieper, Mirja Block und Peter Singer über den Sachstand (Vorlage GH/17/4/087/2026), wie die Gemeinde Helgoland mitteilt. Grundlage ist ein Beschluss der Gemeindevertretung aus ihrer 49. Sitzung am 21. Mai 2026. Darin begrüßte das Gremium die Initiative des Bürgermeisters, nach Lösungen für die aktuellen und künftigen Herausforderungen der Gemeinde zu suchen.Bürgermeister und Bauausschuss erhielten den Auftrag, auf Grundlage des Regionalen Entwicklungskonzepts (REK) 2010–2025 zu prüfen, ob und in welchem Umfang tatsächlich Bedarf an der dort dargestellten Landgewinnung besteht. Zugleich sollen Alternativen beraten, relevante Kriterien festgelegt und gewichtet und die zur Entscheidung stehenden Handlungsoptionen auf dieser Grundlage vergleichend bewertet werden.
Dass das Thema die Insel spaltet, zeigt das Abstimmungsergebnis: Der Grundsatzbeschluss fiel mit sechs Ja-Stimmen bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen mehrstimmig aus. Die Gemeindevertretung ließ sich zusichern, dass ihr regelmäßig über den Sachstand berichtet wird.
Bürgerbeteiligung und weitere Schritte
Eine erste Beratung fand bereits in der 24. Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am 2. Juli 2026 statt. Das zugehörige Protokoll soll nach Angaben der Verwaltung noch vor der kommenden Sitzung bereitgestellt werden. In der 25. Sitzung wird nun erneut Aktuelles berichtet; das Projektteam steht für Rückfragen der Ausschussmitglieder zur Verfügung.Parallel läuft die Beteiligung der Bevölkerung. Im Juni 2026 hatte der Bürgermeister ein mehrseitiges Informationsschreiben an alle Haushalte auf der Insel versendet. Darin ging es um die Hafeninfrastruktur, den Hochwasserschutz, das Wohnen, Arbeiten und Leben auf der Insel, den Tourismus sowie die finanziellen Rahmenbedingungen der Gemeinde – verbunden mit der Einladung zum Mitwirken.
Wer eigene Konzepte und Vorschläge einbringen möchte, kann diese weiterhin per E-Mail an Inselentwicklung@helgoland.de senden. Die Verwaltung betont, dass Einsendungen ausdrücklich möglich und erwünscht sind.