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Sauerstoffmangel in Butjadingen: Fischereiverein kämpft gegen Fischsterben

Wegen anhaltender Hitze und Sauerstoffmangels drohen Fische in den Gewässern des Butjadinger Fischereivereins zu sterben. Mit Pumpen und engmaschigen Kontrollen versuchen die Verantwortlichen, eine Katastrophe abzuwenden.

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Anhaltende Hitze, ausbleibender Regen und ein hoher Nährstoffeintrag gefährden den Fischbestand in den flachen Gewässern des Butjadinger Fischereivereins. Um ein drohendes Fischsterben zu verhindern, belüftet der Verein derzeit fünf von elf betreuten Teichen und Seen rund um die Uhr mit Pumpen. Da alle vereinseigenen Geräte im Einsatz sind, stößt der Verein an seine Kapazitätsgrenzen.
Betroffen von der kritischen Lage sind neben einer privaten und der gemeindeeigenen Pütte in Tossens auch einer der Gateteiche in Nordenham, ein Gewässer im Seenpark II sowie seit vergangenem Donnerstag ein Gewässer im Seenpark I. Im Seenpark II verendeten zwischenzeitlich bereits mehrere Dutzend Brassen, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Mittlerweile hat sich die Situation dort jedoch so weit stabilisiert, dass das Fischsterben gestoppt werden konnte.

Pumpeneinsatz am Limit

Die fünf Pumpen des Vereins verhindern derzeit Schlimmeres. Sollte sich die Lage in weiteren Gewässern verschlimmern und zusätzliche Geräte benötigt werden, sei der Verein auf externe Unterstützung angewiesen, erklärt Vorsitzender Michael Güttler. „Wir können in der jetzigen Lage keine unserer Pumpen abziehen, um sie woanders einzusetzen“, macht er deutlich. Eine so extreme Situation habe es laut Güttler noch nie gegeben. Die Gründe für den Sauerstoffmangel seien vielfältig: Die betroffenen Gewässer seien allesamt flach und würden sich durch die anhaltende Sonneneinstrahlung bis zum Grund erwärmen.Dieser Temperaturanstieg führte im Seenpark II vor einigen Wochen zu Kreislaufproblemen bei den Brassen. „Ab einer Wassertemperatur von 27 Grad Celsius wird es für diese Fischart kritisch“, weiß Michael Güttler. Da gleichzeitig der Sauerstoffgehalt sank, starben zahlreiche Fische. Der Verein habe zwei Maurerkübel voll verendeter Tiere aus dem Wasser bergen müssen, berichtet Michael Güttler. Ein weiteres Problem stellt der hohe Nährstoffeintrag dar, der durch herabfallendes Laub und den monatelangen Aufenthalt auffällig vieler Wildvögel in den Gewässern der Wesermarsch begünstigt wird.

Gewässerwarte im Dauereinsatz

Diese Faktoren führen zu einem verstärkten Grünalgenwachstum, erläutert Michael Güttler. Sterben die Algen ab, entzieht dieser Prozess dem Wasser Sauerstoff, wodurch das Gewässer umzukippen droht. Um dies zu verhindern, kontrollieren die Gewässerwarte des Vereins im Dauereinsatz den Sauerstoffgehalt und die Wasserzusammensetzung. Der Betrieb der Pumpen rund um die Uhr sowie die engmaschigen Kontrollen mit teuren Messgeräten belasten den Verein finanziell stark. „Das können wir auch nicht allein durch die Fördermittel auffangen, die wir bereits bekommen“, betont Michael Güttler, der auf Spenden und Hinweise zu weiteren Fördermöglichkeiten hofft.

Aufruf an die Bevölkerung

Zudem bittet der Vorsitzende die Bevölkerung um Aufmerksamkeit: „Wenn sich ein Gewässer gräulich verfärbt oder auf der Wasseroberfläche Schaum zu sehen ist, wird es gefährlich“, warnt er. Auch das Verhalten der Fische sollte beobachtet werden. Sonnen sich die Tiere an der Oberfläche, sei dies unbedenklich. „Wenn sie hingegen nach Luft japsen, besteht Handlungsbedarf.“ Für die kommenden Wochen hofft Michael Güttler auf sinkende Temperaturen und ergiebigen Regen. Zur Kontaktaufnahme für finanzielle Hilfe oder Meldungen steht die E-Mail-Adresse info@butjadinger-fv.de sowie die Website butjadinger-fv.de zur Verfügung. In dringenden Fällen ist der Verein auch per WhatsApp unter der Nummer 01515/6930396 erreichbar.

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