NABU Niedersachsen fordert Stopp von Weser-Vertiefungen und setzt auf Renaturierung
Der Naturschutzbund Niedersachsen spricht sich gegen eine weitere Vertiefung der Weser aus. Stattdessen fordert der Verband die Wiederherstellung von Auen und Mooren, um dem Klimawandel zu begegnen.
Bagger weglassen, Natur machen lassen. Spart Geld und schont die Gummistiefel.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Der Naturschutzbund Niedersachsen (NABU) fordert angesichts aktueller Niedrigwasserlagen einen Verzicht auf eine weitere Vertiefung der Weser. Stattdessen spricht sich der Verband für eine Renaturierung von Flussauen und Mooren aus. Dies soll den Fluss widerstandsfähiger gegen den Klimawandel machen und gleichzeitig die Schifffahrt sichern. NABU-Landesvorsitzender Holger Buschmann forderte am Donnerstag in Hannover Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) auf, eine weitere Vertiefung der Weser nicht voranzutreiben. „Niedrigwasser lässt sich nicht wegbaggern“, betonte Buschmann laut epd/yvo. Zuvor hatte sich Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) für Vertiefungen von Schifffahrtsrouten ausgesprochen, wie die Nordsee-Zeitung berichtet.
Folgen früherer Vertiefungen
Nach Ansicht des NABU haben frühere Vertiefungen den Fluss und angrenzende Lebensräume erheblich verändert. Statt tieferer Fahrrinnen müssten Auen, Moore und andere Feuchtgebiete wiederhergestellt werden. Diese dienten als Überschwemmungsgebiete und hielten Niederschläge nachhaltiger im Boden.
Vorteile der Renaturierung
Eine Renaturierung sei deshalb für die Anpassung an den Klimawandel notwendig. Zudem sei sie wirtschaftlich vorteilhaft, weil Niedrigwasser seltener würde und Schifffahrtswege häufiger befahrbar blieben.
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