Deutsches Schifffahrtsmuseum kämpft mit schwieriger Erreichbarkeit bei Maritimen Tagen
Wegen Straßensperrungen und einer Umleitung liegt das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven diesmal abseits des Festgeländes der Maritimen Tage. Mit Außenposten und Sonderaktionen versucht das Museum, dennoch Besucher anzulocken.
Herausforderungen durch veränderte Wegführung
Durch die Sperrung des Verbindungskanals und die damit verbundene Verkehrsumleitung sind das Museumsgebäude und der Museumshafen vom eigentlichen Festgeschehen rund um den Neuen Hafen abgeschnitten. Auch das Freibeuterdorf befindet sich in diesem Jahr nicht gegenüber dem DSM, sondern an der Schleusenstraße. Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, versucht das Museum dennoch, das Beste aus der Situation zu machen. „Obwohl der Alte Hafen nicht zum Festgeschehen gehört und wir aufgrund der Straßensperren keine auf den ersten Blick leicht verständliche Zuwegung haben, konnten wir mit einem attraktiven Angebot und aufwändigen Marketingmaßnahmen Besuchende zu uns locken“, so Direktorin Prof. Dr. Ruth Schilling. Am ersten Tag der Maritimen Tage kamen immerhin 562 Besucher in die „Schiffswelten“-Ausstellung und zur „Kogge“, was nach Museumsangaben 202 weniger sind als am ersten Tag der Sail 2025. Die stärksten Besuchertage stehen mit dem Wochenende noch bevor.Dennoch droht dem Museum ein mehrjähriger Hindernislauf. Museumsdirektorin Schilling betont: „Hier muss Abhilfe her.“ Sie führt aus: „Die Wegführung ist für viele Gäste durch die Straße nicht mehr intuitiv zu den Schiffen und zum Museum.“ Die Besucherzahlen aus dem Juni zeigten einen „drastischen Rückgang“ auf den Museumsschiffen „Stier“ und „Seefalke“, „was unmittelbar mit der Situation vor unserem Haus zusammenhängt“. Schilling erklärt weiter: „Hier muss ganz dringende Abhilfe geschaffen werden, wofür das DSM Unterstützung benötigt, auch mit Blick auf das Stadtjubiläum im Jahr 2027.“
Sonderaktionen und Außenposten für Besucher
Um den Einschränkungen entgegenzuwirken, hat das DSM Außenposten eingerichtet. Unter anderem steht der sechsjährige Michel am Stand des DSM bei den Maritimen Tagen und dreht einen Bohrer, um im Wettbewerb gegen eine Bohrmuschel anzutreten. Ein zweiter Außenposten befindet sich mit dem Walfängerschiff „Rau IX“ im Kaiserhafen. Zudem bietet das Museum freien Eintritt und hat länger geöffnet, nämlich von 10 bis 21 Uhr. Auf der „Seefalke“ geht es um das Funken, während im Museum von 14 bis 19 Uhr ein Miniport mit Modellschiffen angeboten wird.Das Museum bietet sich zudem als kühles Plätzchen an, und Kinder bekommen nachmittags ein Eis. Die Bohrmuschel, die für die Sperrung des Verbindungskanals gesorgt hat, avanciert zum heimlichen Star. Sie spielt auch in der DSM-Sonderausstellung „Tiere an Bord“ eine Rolle. Am Sonnabend können Kinder von 14 bis 16 Uhr einen Wurm häkeln.