Restaurierte Segeljacht „Ariel“ bei den Maritimen Tagen in Bremerhaven
Nach 16 Jahren Stillstand wurde die historische Segeljacht „Ariel“ von einer vierköpfigen Eignergemeinschaft gerettet. Nun ist das fast 80 Jahre alte Boot im Neuen Hafen in Bremerhaven zu sehen.
Hauptsache dicht. Bei dem Alter darf man auch mal etwas länger im Trockenen liegen.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die historische Segeljacht „Ariel“ liegt nach einer langjährigen Restaurierung wieder im Neuen Hafen in Bremerhaven. Das fast 80 Jahre alte Liebhaberstück wird bei den Maritimen Tagen präsentiert, nachdem es zuvor 16 Jahre lang stillgelegt war. Eine vierköpfige Eignergemeinschaft hat das klassische Boot vor dem Verfall gerettet und wieder fahrtüchtig gemacht. Die stählerne Lady hat die sogenannte „Dichtigkeitsprobe“ auf der Weser bereits erfolgreich hinter sich gebracht, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. „Sie segelt wirklich sehr gut“, meint Miteigner Joachim Hamm, „wir waren mindestens so schnell wie die modernen Schiffe.“ Hamm, der aus der Gemeinde Beverstedt kommt, kümmert sich heute gemeinsam mit Levy Hoffmann, Kai Kähler und Verena Mohaupt um die klassische Jacht.
Liebe auf den ersten Blick in der Werft
Zuvor hatte die „Ariel“ jahrelang in einer Werft auf dem Trockenen gelegen, da der Vorbesitzer das Boot aus Zeitgründen nicht selbst wieder in Fahrt bringen konnte. Als die Jacht dort schließlich Platz machen musste, erfuhr die Schiffergilde in Bremerhaven davon. Hoffmann, der dort bereits die 100 Jahre alte Kieljolle „Almadraba“ führt, wurde gefragt: „Wäre das nicht was für dich?“ In der Werft in Travemünde war es für die neuen Besitzer Liebe auf den ersten Blick. Nach reiflicher Überlegung fiel die Entscheidung für den Kauf. „Wir haben sie gekauft, weil sie etwas Besonderes ist“, erzählt Hamm. Dem Vorbesitzer ging es dabei nicht um Geld, sondern um Segler, die das Schiff behutsam restaurieren. Nach vier Jahren in einer Bootshalle an der Geeste beschloss die Gemeinschaft: „Jetzt muss mal Bewegung in die Sache.“ Im Sommer 2025 kam die „Ariel“ schließlich wieder in ihr Element.
Unterstützung durch die Schiffergilde
An Bord des Schiffes gibt es für die Besitzer weiterhin genug zu tun. Sie sind daher froh über ihre Mitgliedschaft in der Schiffergilde Bremerhaven. „Hier kommen Menschen zusammen, die sich mit Traditionsschiffen auskennen und uns mit ihrer Erfahrung helfen können“, sagt Hamm. Die „Ariel“ ist fast 80 Jahre alt und wurde vermutlich zwischen 1948 und 1952 auf der Norderwerft in Hamburg gebaut. Vor ihrem Wechsel an das IJsselmeer Anfang der 2000er Jahre segelte sie auf dem Bodensee und bewies ihre Segeleigenschaften auch auf der Ostsee.
Suche nach weiteren Informationen
Da die heutigen Besitzer nur wenig über die Geschichte der Jacht wissen, hoffen sie während der Maritimen Tage auf Hinweise von Besuchern. „Uns würde zum Beispiel interessieren, wer sie in Auftrag gegeben hat und wann genau“, sagt Hamm. Wer die Eigner nicht direkt am Boot oder auf dem Steg antrifft, kann in der gegenüberliegenden Gläsernen Werft bei der Schiffergilde nachfragen. Obwohl die Jacht gute zehn Meter lang und nur 2,61 Meter breit ist, bietet sie unter Deck Platz für vier Personen. Gästefahrten und Bordbesuche sind auf der „Ariel“ jedoch nicht möglich.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.