Illegale Müllentsorgung belastet Kommunen in Niedersachsen
Die illegale Entsorgung von Hausmüll, Asbest und Elektrogeräten in Wäldern und an Feldrändern nimmt in mehreren niedersächsischen Landkreisen stark zu. Die Beseitigung verursacht für die betroffenen Kommunen erhebliche Kosten.
Sperrmüll gehört auf den Recyclinghof, nicht ins Unterholz. Benehmt euch!
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die illegale Entsorgung von Hausmüll, Altgeräten und Sperrmüll stellt zahlreiche Kommunen in Niedersachsen vor wachsende Herausforderungen. Besonders in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Schaumburg und Holzminden verzeichnen die Behörden eine Zunahme von wildem Müll an Feldrändern und in Wäldern. Die Beseitigung des Unrats verursacht jährlich Kosten im fünfstelligen Bereich. Im Landkreis Hameln-Pyrmont hat sich die Zahl der Fälle von illegal entsorgtem Müll in den vergangenen fünf Jahren fast verdreifacht, wie die Tagesschau berichtet. Für die Beseitigung fallen den Angaben zufolge Kosten von rund 35.000 Euro im Jahr an. Der Landkreis Schaumburg sprach von 25 bis 30 Fällen pro Monat und ebenfalls von Kosten im fünfstelligen Bereich pro Jahr.
Müllmengen im Landkreis Holzminden schwanken stark
Im Landkreis Holzminden schwanken die Mengen laut einem Sprecher stark. Aber auch hier sind demnach in diesem Jahr bereits mehr als zehn Tonnen an Müll zusammengekommen. An Flächen wie Feldrändern oder in den Wäldern landen ganz verschiedene Dinge. Dazu gehören Farben, Reifen, Holz und sogar Asbestplatten sowie Hausmüll, Grünabfälle oder auch Kühlschränke.
Mülltourismus nahe den Bundesstraßen
Es gebe offenbar einen regelrechten Mülltourismus, hieß es von einem Sprecher des Landkreises Holzminden. Waldstücke in der Nähe von Bundesstraßen seien besonders beliebt. Wer hinter den illegalen Entsorgungen steckt, werde nur in sehr wenigen Fällen aufgeklärt. Immer wieder werden Zeugen gesucht, etwa kürzlich in Auetal im Landkreis Schaumburg. Dort hatten Unbekannte rund hundert Altreifen illegal entsorgt.
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