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Erfolg und Rettungsaktion: Börteboot „Angelika“ siegt bei Regatta vor Helgoland

Nach dem Sieg bei der Börteboot-Regatta vor Helgoland und einer erfolgreichen Rettungsaktion auf stürmischer See ist die Crew der „Angelika“ wieder in Bremerhaven eingetroffen.

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Erst den Pokal holen und dann noch Retter spielen – läuft bei der Angelika. — Rocky, Chefkolumnist
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Das frisch sanierte Börteboot „Angelika“ ist nach einem erfolgreichen Auftritt bei der Regatta vor Helgoland wieder nach Bremerhaven zurückgekehrt. Neben dem ersten Platz in einem der Rennen meisterte die Crew um Skipper Christian Schwan auch einen unvorhergesehenen Rettungseinsatz auf unruhiger See. Pünktlich zu den Maritimen Tagen ist das Team wieder in seinem Heimathafen eingetroffen.

Skipper Christian Schwan und Tim von Münster haben mit ihrem Team den ersten Platz der Börteboot-Regatta nach Bremerhaven geholt. Am Mittwochmorgen um 7 Uhr starteten die Regatta-Sieger von der Insel Helgoland und passierten bereits gegen 9.30 Uhr das Foto vom Leuchtturm „Roter Sand“, was für die Skipper bedeutet, dass sie die Nordsee verlassen haben und nun durch die Außenweser nach Hause fahren.

„Wir haben gemeinsam gewonnen“, sagt Schwan und meint damit seine Partnerin Julias Eicken, seinen Freund Tim von Münster und dessen Partnerin Tamara Schwiemann, die als echte Helgoländerin die Taufpatin von Börteboot „Angelika“ war.

Erfolgreiches Rennen und Pläne für den Winter

Bei der Regatta vor Helgoland gibt es mehrere Rennen – Schwan ist beim zweiten gegen fünf andere Börteboote angetreten. Das Rennen habe die starke und große „Angelika“ weitgehend dominiert, freut sich Schwan. Dennoch wollen die Freunde im Winter an der Maschine und am Propeller arbeiten und ein bisschen was herauskitzeln, denn nach der Regatta ist vor der Regatta.

Das Team aus Sievern und Nordenham hatte während des Rennens wertvolle lokal prominente Unterstützung. Rickmer „Ricky“ Köhn ist Mitte 70 und war früher Brückenkapitän der Helgoländer Dampferbörte. Er ist wie Andreas Köhn ein früherer Eigner der „Angelika“ und hat sich über die Sanierung des Börteboots mächtig gefreut. Die Halunder unterstützten den Bremerhavener „Geestemünde“-Schiffsführer mit Tricks und Kniffen zu Fahrwasser und Untiefen – und teilten die Freude über den Erfolg. Wie die Nordsee-Zeitung berichtet, die das Projekt vom Kauf des Boots über den Transport, die Sanierung und Taufe begleitet hat, erregte die Rettung der „Angelika“ große Begeisterung. Auch überregionale Medien berichteten, und Schwan war erstaunt, wie oft er auf der Insel angesprochen wurde. „Nicht von den Helgoländern, die wissen das ja eh, aber von Gästen, das war schon verrückt“, sagt er.

Rettung von 25 Passagieren auf unruhiger See

Zumal die Crew der „Angelika“ auch noch einen Rettungseinsatz absolviert hat. Während der ersten Regatta-Fahrt war das Wetter schlecht. Schwan und seine Crew begleiteten die Regatta, bei der nur gemeindeeigene Börteboote von Helgoland teilnehmen, als Begleitboot. Trotz der unruhigen See waren viele Gäste an Bord. Plötzlich fiel bei „No. 6“ die Maschine aus und das voll besetzte Boot trieb in den Wellen. Die Crew der „Angelika“ übernahm die 25 Gäste und auch alle Crewmitglieder und brachte sie sicher an die Landungsbrücken zurück. Ein drittes Börteboot schleppte später den unbemannten Havaristen in den Hafen.

Trotz Rettungseinsatz, Siegesfeier und langer Tour zurück kann sich Christian Schwan nicht lange ausruhen. Ab morgen Vormittag fährt er nämlich wieder Besucher der Maritimen Tage raus auf die Weser mit der „Dicken Pötte Tour“ auf der „Geestemünde“. Und dazwischen hat sich das nächste Fernsehteam angekündigt.

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