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Sicherheitsbedenken an Brücke: Neus-Festival weicht nach 22 Uhr in die Karlsburg aus

Wegen Sicherheitsmängeln an einer Ersatz-Brücke in Bremerhaven müssen die Maritimen Tage ab 22 Uhr ruhen. Das Neus-Festival verlegt sein Abendprogramm deshalb kurzerhand in eine neue Indoor-Location.

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Keine sichere Brücke? Dann tanzen wir eben drinnen weiter. Geht doch, Bremerhaven! — Rocky, Chefkolumnist
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Das Bremerhavener Neus-Festival weitet sein Programm während der Maritimen Tage auf eine zweite Location aus. Da eine Ersatz-Brücke in den Havenwelten nicht sicher ist, darf auf dem Hauptgelände nur bis 22 Uhr gefeiert werden. Als Ausweichort für das späte Abendprogramm dient nun das ehemalige Yesterday in der Alten Bürger.
Wegen der fehlenden Sicherheit der Ersatz-Brücke in den Havenwelten liegt für die Gesamtveranstaltung der Maritimen Tage lediglich eine Genehmigung für ein Programm bis 22 Uhr vor, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Obwohl das Festival-Gelände an der Schleusenstraße alternativ über die Barkhausen- und Schleusenstraße erreichbar ist, muss sich das Neus-Festival an diese Schließzeiten halten. Das Netzwerk der kultur-kreativen Köpfe Bremerhavens reagierte jedoch schnell und organisierte innerhalb von drei Wochen einen zweiten Standort für das spätere Abendprogramm.

Neue Location in der Karlsburg

Als neuer Standort für das Abendprogramm wurde die Karlsburg in der Alten Bürger unweit des Festival-Geländes ausgewählt. „Jetzt können wir es sagen: Der Standort für das Abendprogramm ist die Karlsburg“, so Niklas Piatkowski vom Kreativen Aufbruch. Das kreative Netzwerk kooperiert hierfür mit dem Studierenden-Verein Karlsburgs Kinder, der die Räumlichkeiten des ehemaligen Yesterday ohnehin als Begegnungsstätte und Kulturzentrum nutzen möchte. Um den Ort sicher zu machen, wurden Fluchtwege, Brandschutz, Beleuchtung, Verputz- und Fliesenarbeiten in Eigenregie hergerichtet. Am Mittwoch soll die Einweihung mit einem Barabend starten. „Wir wollen uns von Tag zu Tag steigern“, so Piatkowski. Das weitere Abendprogramm bleibt vorerst geheim.

Programm auf dem Gelände an der Schleusenstraße

Auf dem Hauptgelände in der Schleusenstraße gestalten verschiedene Vereine und Initiativen wie der Kunstverein Bremerhaven, das Beet, das Werk, das Findus, die Karlsburgs Kinder und das Neus-Team das Angebot. „Es wird anders und neu“, sagt Piatkowski. Ursprünglich war ein anderes Konzept geplant: „Eigentlich hätten wir normales Programm gemacht, mit zwei Bühnen bis in die Nacht“, so Piatkowski. Er begreift die Planänderung jedoch als Chance: „Wenn sich Dinge verändern, ist das auch eine Chance.“ Das Netzwerk wurde erweitert und das Workshop-Angebot ausgebaut. „Wir haben unser Netzwerk erweitert und jetzt auch noch mehr Workshops“, sagt Piatkowski.
Dies bestätigen Mareike Hantschel, die den Siebdruck vorbereitet hat, sowie Julia Bokermann und Amina Mohammed vom Kunstverein. „Wir haben Secondhand-T-Shirts da, aber man kann natürlich auch selbst ein T-Shirt oder einen Pullover mitbringen, wenn man das lieber möchte“, so Hantschel. Jutebeutel stehen ebenfalls bereit. Im Container von Kunsthalle und Kunstmuseum Bremerhaven wird zudem Kunst präsentiert. „Wir verbinden auch Kunst und Geschichte“, sagt Bokermann mit Blick auf die Kooperation mit einer Volontärin des Historischen Museums. Unter anderem wird ein Film gezeigt, den eine Bremerhavener Stipendiatin 1997 am Neuen Hafen drehte.

Workshops und Gastronomie

Das Programm umfasst diverse Mitmach-Aktionen wie Teppich weben, ein Kneipenquiz, Nähen mit einer Tretnähmaschine, Stromerzeugung mittels eines Fahrrads für neun Personen sowie risikofreies Pokern. Dabei wird verstärkt auf vorhandene Ressourcen zurückgegriffen. „Wir wollen Dinge nutzen, die einfach da sind“, so Mareike Hantschel von Werk. Lokale DJs aus Bremerhavener Kollektiven übernehmen die musikalische Gestaltung. Für die Verpflegung sorgen die Gastronomie-Beteiligten Beet und Findus mit Getränken, Kuchen, Quesadillas und Burritos. Der Eintritt auf das Gelände ist kostenfrei. Das detaillierte Programm wird auf der Website Neus-Festival.de veröffentlicht.

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