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Großbrand und Explosionen an Sylter Luxusbaustelle „The Dunes“ gelöscht

Bei einem Brand auf einer Baustelle in List auf Sylt kam es zu heftigen Explosionen von Gasflaschen. Rund 150 Feuerwehrkräfte konnten das Feuer unter Kontrolle bringen, verletzt wurde glücklicherweise niemand.

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Bei einem Großbrand auf der Baustelle des Luxuskomplexes „The Dunes“ in List auf Sylt ist am Montagabend ein Feuer ausgebrochen, das von heftigen Explosionen begleitet wurde. Rund 150 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren waren im Einsatz, um den Brand zu löschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Nach Angaben der Beteiligten wurde bei dem Vorfall niemand verletzt, und der Sachschaden hält sich trotz der dramatischen Szenen in Grenzen.
Gegen 17.28 Uhr ging bei der Leitstelle der erste Notruf ein, nachdem im Dachbereich des im Bau befindlichen Gebäudes an der Hafenstraße ein Feuer ausgebrochen war. Die Rauchschwaden waren im gesamten Norden der Insel Sylt sichtbar. Für die alarmierten Freiwilligen Feuerwehren aus List, Kampen, Wenningstedt und Westerland stellte sich die Situation vor Ort als äußerst brisant dar.

Dramatische Minuten beim Löscheinsatz

Hauptbrandmeister Felix Reder schilderte die Situation beim Eintreffen der Rettungskräfte: „Die größte Herausforderung waren zahlreiche Bitumenrollen auf dem Boden neben dem Gebäude. Die standen bei unserer Ankunft in Vollbrand. Direkt daneben standen 20 Propangasflaschen.“ Die Einsatzkräfte konnten eine weitere Explosion am Boden in letzter Sekunde verhindern und löschten zudem einen Flächenbrand von rund 2000 Quadratmetern hinter dem Gebäude.
Zunächst gab es Befürchtungen, dass sich noch Personen auf dem Dach befinden könnten. „Zum Glück kamen uns bei der Ankunft die Dachdecker aber schon entgegen“, erklärte Hauptbrandmeister Felix Reder, wie die shz berichtet. Er lobte die hervorragende Zusammenarbeit aller Rettungskräfte, darunter das DRK, der Rettungsdienst, eine Drohneneinheit und die Feuerwehrtechnische Zentrale. Gegen Mitternacht konnte das Feuer vollständig gelöscht werden.

Erleichterung bei den Verantwortlichen

Am nächsten Morgen zeigte sich Bauherr Sven Paulsen erleichtert über den Ausgang des Vorfalls: „Zum Glück ist sehr viel weniger passiert, als hätte passieren können. Das Allerwichtigste ist: Niemand wurde verletzt. Auch keiner der Feuerwehrleute. Das zählt.“ Er erklärte zudem: „Die Gasflaschen haben für Explosionen gesorgt, die wesentlich schlimmer aussahen, als sie waren. Dadurch wird sich auch die Schadenssumme in Grenzen halten.“
Auch Immobilienmakler Peter Peters äußerte sich erleichtert, räumte jedoch ein: „Klar, die Videos sahen aus wie in einem James-Bond-Film.“ Dass das Gebäude keinen massiven Schaden nahm, liege an der Bauweise, so Peters: „Die Stahlbetonkonstruktion kann so etwas ab.“ Ein wichtiger Faktor sei die Richtung der Detonationen gewesen: „Glücklicherweise sind die Gasflaschen nach oben hin explodiert und nicht nach unten. Eine Gasflasche ist heruntergefallen und dort explodiert.“ Zudem habe das Wetter geholfen: „Ein strammer Wind Richtung Osten war wichtig gegen Ruß im Gebäude.“ In dem betroffenen Haus III waren noch keine Wohnungen vermarktet worden.

Kritik an Notruf-Erreichbarkeit und Ermittlungen

Immobilienmakler Peter Peters bemängelte jedoch Verzögerungen bei der Alarmierung, da Handwerker in einer Warteschleife der Notrufnummer 112 gelandet seien und ein Feuerlöscher nicht funktioniert habe. Erst über die 110 habe der Notruf abgesetzt werden können. Brandmeister Felix Reder ordnete dies wie folgt ein: „Das Feuer war durch die starke Rauchentwicklung früh zu sehen. Es haben einfach sehr viele Menschen gleichzeitig angerufen. Informiert waren wir aber schnell.“
Die Kriminalpolizei Sylt hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, da auf dem Dach Arbeiten stattfanden. Die Polizei schätzt den Sachschaden vorerst im unteren Millionenbereich. Die genaue Höhe der Schäden durch das Löschwasser muss durch Gutachter ermittelt werden. Laut Bauherr Sven Paulsen liegt die Verantwortung im Schadensfall bei der Baufirma Aug. Prien. Auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal des Projekts „The Dunes“ entstehen insgesamt 42 exklusive Wohnungen. Die Fertigstellung ist trotz des Brandes weiterhin für das vierte Quartal 2026 geplant.

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