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Aktivisten lassen auf Sylt Luft aus Reifen von rund 50 Fahrzeugen

In der Nacht zu Dienstag haben Klima-Aktivisten auf Sylt die Luft aus den Reifen zahlreicher Autos gelassen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, sieht jedoch keinen Straftatbestand erfüllt.

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Wer Luxuskarren fährt, kann sich bestimmt auch eine Luftpumpe leisten. — Rocky, Chefkolumnist
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Auf der Nordseeinsel Sylt haben Klima-Aktivisten in der Nacht zu Dienstag bei rund 50 Autos die Luft aus den Reifen gelassen. Die Aktivisten hinterließen Bekennerschreiben an den betroffenen Fahrzeugen, die hauptsächlich in Kampen und Wenningstedt abgestellt waren. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen.
Das sogenannte Widerstandskollektiv beanspruchte die Aktion für sich. In einer Mail gab die Gruppe an, „bei etwa 50 Luxuskarren die Luft aus Reifen gelassen“ zu haben. Wie die shz berichtet, bestätigte eine Polizeisprecherin diesen Vorfall auf Nachfrage. Betroffen seien demnach rund 50 Fahrzeuge in den Orten Kampen und Wenningstedt.

Kein Straftatbestand laut Polizei

„Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen“, sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Da die Reifen bei der Aktion jedoch nicht zerstört worden seien, „handelt es sich nicht um einen Straftatbestand“. Die Ventile der Reifen an den SUV waren durch rote Linsen so manipuliert, dass die Luft langsam entwich.

Kritik an Luxusfahrzeugen

Laut Angaben des Widerstandskollektivs wurden die betroffenen Fahrzeuge markiert und mit Nachrichten versehen. In den Schreiben hieß es: „Vielleicht macht Sie diese Aktion im ersten Moment wütend. Bitte nehmen Sie sie dennoch nicht persönlich. Es geht nicht um Sie als Person, sondern um die Art von Fahrzeug und den damit verbundenen Autoverkehr“.

Die Aktivisten begründeten ihr Vorgehen mit einer Kritik am Lebensstil auf der Insel. Für „viele Luxusurlauber gehört der teure Wagen zum Aufenthalt wie die Austern und das Champagnerglas“, so das Widerstandskollektiv weiter. Die Gruppe fügte hinzu: „Für eine kleine Insel wie Sylt ist dieser Kult weder notwendig noch verantwortbar.“ Die Herstellung, der immense Ressourcenverbrauch und der Betrieb dieser Fahrzeuge würden das Klima und die Umwelt erheblich belasten.

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