Schiffskorso vor dem Start: Maritime Tage in Bremerhaven beginnen
Vor dem offiziellen Start der Maritimen Tage am Mittwoch laufen bereits zahlreiche Traditionssegler und Spezialschiffe in Bremerhaven ein. Trotz kleinerem Budget und gesperrter Kaimauern ist das Hafenbecken gut gefüllt.
Hauptsache, die Pötte schwimmen. Für 'ne Buddel Rum reicht das Budget allemal.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Vor dem offiziellen Start der Maritimen Tage in Bremerhaven laufen ab Dienstag die ersten Schiffe ein. Obwohl das Hafenfest im Vergleich zur Fünfjahres-Sail kleiner ausfällt, können Besucher die ankommenden Schiffe entlang der Außenweser beobachten. Die Schiffe verteilen sich auf verschiedene Liegeplätze im Neuen Hafen und an der Außenweser. Im Jahr nach der Sail hat es die Veranstaltung schwerer, berichtet die Nordsee-Zeitung. Schiffsmanagerin Julia Baechert, die bei der Erlebnis Bremerhaven viele Schiffe angefragt hat, verweist auf das im Vergleich zur Hanse Sail in Rostock deutlich kleinere Budget. Während in Rostock ein jährlicher Etat von rund 1,2 Millionen Euro zur Verfügung steht, muss Bremerhaven mit weniger Mitteln planen. Zudem gab es kurzfristige Absagen: Am Montag sagte die „Avontuur“ wegen eines ungeplanten Werft-Stopps ab, was auch bei anderen Schiffen der Grund für ein Fernbleiben war.
Einschränkungen bei den Liegeplätzen
Zusätzlich erschweren bauliche Mängel die Planung. In diesem Jahr kann die marode Nordostkaje beim Grube-Kran nicht belegt werden, und auch der Bereich ab dem maroden Verbindungskanal bleibt gesperrt. „Wir haben das Hafenbecken trotzdem voll bekommen“, freut sich Baechert.Die Ankünfte beginnen am Dienstag, dem 11. August. Gegen 11 Uhr treffen die Taucher von Bremenports mit ihrem gleichnamigen Boot ein. Am Nachmittag folgt der Segler „Gesine von Papenburg“, ein Schiff des Typs „Smack“. Am Abend wechselt die Wasserschutzpolizei mit der „Lesmona“ vom Geestevorhafen in den Neuen Hafen. Auch die spanische „Nao Victoria“, die an ein Piratenschiff erinnert, wird laut „Marine Traffic“ bereits am Dienstag gegen 2 Uhr morgens von der Ostküste Englands kommend erwartet.
Schiffsbewegungen am Mittwoch
Am Mittwoch, dem 12. August, wechselt das in Bremerhaven stationierte Zollboot „Bremen“ am Morgen in den Neuen Hafen. Der Tonnenleger „Nordergründe“ und das Baggerschiff „Franzius Plate“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Jade-Weser-Nordsee (WSA) verlegen ebenfalls ihre Liegeplätze, um das Hafenbecken zu füllen.Die „Alex II“ mit ihren grünen Segeln wird gegen 12 Uhr an der Seebäderkaje am Willy-Brandt-Platz festmachen. Erst am Donnerstagmorgen passiert sie die Kaiserschleuse und die Klappbrücke Schleusenstraße, um in den Neuen Hafen zu fahren. Dafür weicht die „Hansa“ in den Fischereihafen aus, von wo auch ihre Fahrten starten. An der Schlepper-Pier machen die Schlepper Platz für die Segler „Großherzogin Elisabeth“, „Wylde Swan“ und „Gulden Leeuw“. Nach dem Umzug der „Alex II“ wechselt die „Lissi“ an die Seebäderkaje.Das frisch sanierte Feuerschiff „Elbe 1“ aus Cuxhaven, das für 2,5 Millionen Euro in der Stralsunder Werft restauriert wurde, wird am späten Mittwochabend gegen 23.30 Uhr erwartet. Die spanische „Pascual Flores“ soll ebenfalls am Mittwochabend eintreffen, wobei sich diese Zeit noch verschieben kann.
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