Optimaler Blick auf die Perseiden in Niedersachsen erwartet
Mitte August erreicht der Meteorstrom der Perseiden seinen Höhepunkt. Dank Neumond herrschen in diesem Jahr besonders gute Bedingungen für die Beobachtung der Sternschnuppen.
Die Perseiden sind bereits seit Mitte Juli und noch bis zum 24. August am Nachthimmel zu sehen, wie die Tagesschau berichtet. Für eine erfolgreiche Beobachtung empfiehlt es sich, nach dem Sternbild Perseus Ausschau zu halten, das dem Meteorstrom seinen Namen gibt. "Es sind sehr günstige Bedingungen, um die Kometenbruchstückchen zu sehen", sagt Birgit Krummheuer vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen.
Tipps für die Beobachtung im Bundesland
Die Sternschnuppen sind laut Planetologin Julia Lanz-Kröchert vom Planetarium Wolfsburg am besten in der zweiten Nachthälfte zu sehen. "Die Erde bewegt sich dann in Richtung dieses Sternbildes", so Lanz-Kröchert. Das Sternbild geht am Abend zunächst im Nordosten auf und steht gegen vier Uhr am Donnerstagmorgen in gut sichtbarer Höhe im Südosten. Es sei kein seltenes Ereignis, "aber irgendwie doch was besonders", so Lanz-Kröchert, gerade für Niedersachsen "mit der partiellen Sonnenfinsternis und danach noch die Perseiden in der Nacht". Für die Beobachtung rät die Expertin: "Raus aus der Stadt". Wichtig seien eine freie Sicht und möglichst dunkle Lichtverhältnisse.
Veranstaltungen zur Sonnenfinsternis und den Perseiden
Am 12. August finden in Niedersachsen verschiedene Astronomie-Veranstaltungen statt, die sich sowohl mit der partiellen Sonnenfinsternis als auch mit den Perseiden befassen. In Oldenburg können sich Interessierte ab dem Nachmittag beim Tiny Observatoirum auf dem Gelände der Freien Schule über die Sonnenfinsternis informieren. Am Abend lässt sich das Himmelsereignis am Utkiek Oldenburg beobachten. Weitere Informationen dazu stellt die Uni Oldenburg auf ihrer Webseite bereit. Zudem wird bundesweit im Rahmen der "Langen Nacht der Astronomie" über beide Ereignisse informiert. In Niedersachsen gibt es dazu Veranstaltungen an der Hochschule Emden/Leer in Emden sowie am Nordcampus der Uni Göttingen. In Lilienthal im Landkreis Osterholz lädt die Astronomische Vereinigung Lilienthal zum gemeinsamen Beobachten an der Wümme-Brücke beim Telescopium ein.
Hintergrund zum Kometen Swift-Tuttle
Das Phänomen der Perseiden geht auf den Kometen "Swift-Tuttle" zurück. Die Erde kreuzt jedes Jahr Mitte August dessen Umlaufbahn um die Sonne. Staubpartikel aus dem Kometen-Schweif dringen dabei in die Erdatmosphäre ein, verglühen und erzeugen die leuchtenden Streifen. "Swift-Tuttle" selbst benötigt für einen Umlauf um die Sonne rund 133 Jahre und wird erst im Jahr 2126 wieder am Nachthimmel zu sehen sein.