Seenotretter befreien fünf Personen aus sinkendem Motorboot vor Cuxhaven
Nach einem Motorschaden lief ein Motorboot vor Cuxhaven auf eine Steinbuhne auf und erlitt starken Wassereinbruch. Die Seenotretter konnten alle fünf Insassen, darunter drei Kinder, unverletzt bergen.
In Cuxhaven haben Seenotretter am Freitagabend fünf Menschen aus Lebensgefahr gerettet, nachdem ihr Motorboot nach einem Motorschaden auf eine Steinbuhne getrieben war. Das rund 13 Meter lange Boot erlitt starken Wassereinbruch und musste schließlich aufgegeben werden. Die Geretteten, unter denen sich drei Kinder befanden, blieben unverletzt. Gegen 18.15 Uhr am Freitag (7. August) meldete sich der Skipper eines Motorbootes bei der Rettungsleitstelle See der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Nach Angaben der Seenotretter waren zwei Erwachsene und drei Kinder vor Cuxhaven mit ihrem rund 13 Meter langen Boot nach einem Motorschaden über eine Steinbuhne getrieben. Dabei schlug das Boot Leck und viel Wasser drang ein. Das Motorboot kam an einem aus Steinen bestehenden Leitdamm fest. Die Rettungsleitstelle See alarmierte daraufhin die DGzRS-Station Cuxhaven und einen Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine.
Einsatz der „Anneliese Kramer“
Der Seenotrettungskreuzer „Anneliese Kramer“ befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe bei einem Einsatz für einen rund 27 Meter langen Zweimaster mit Maschinenproblemen. Die Seenotretter lösten die Leinenverbindung und der Havarist brachte seinen Anker aus. Anschließend nahm die „Anneliese Kramer“ Kurs auf das Motorboot. Am Einsatzort näherten sich die Seenotretter mit dem Tochterboot „Mathias“ vorsichtig dem Havaristen und gingen längsseits. Mit einer Lenzpumpe versuchten sie, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen. Doch dieser war nach Angaben der Seenotretter zu stark. Wellen schlugen bereits über das Schanzkleid in das langsam zur Seite kippende Motorboot, wie die Nordsee-Zeitung berichtet.
Rettung der Besatzung
Das Boot musste aufgegeben werden. Die Seenotretter retteten die fünf Menschen. Alle fünf waren nach Angaben der DGzRS sichtlich geschockt, aber unverletzt. Mit dem Tochterboot brachten die Seenotretter die Geretteten sicher an Land. Ein kleines Schlauchboot mit den wichtigsten Habseligkeiten der Schiffbrüchigen wurde dabei im Schlepp mitgeführt. Im Hafen übergaben die Seenotretter die fünf Menschen an den Landrettungsdienst. Der alarmierte Hubschrauber musste nicht mehr eingreifen. Die Wasserschutzpolizei Cuxhaven hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Über die Maßnahmen zur Bergung des Motorbootes muss der Eigner entscheiden.
Weiterer Einsatz vor Bremerhaven
Zur Einsatzzeit herrschten Wind aus West bis Nordwest der Stärke 1 bis 2 mit bis zu elf Kilometern pro Stunde und ruhige See. Für die Cuxhavener Seenotretter war der Einsatz damit noch nicht beendet: In den späten Abendstunden schleppten sie den vor Anker liegenden Zweimaster sicher nach Cuxhaven. Nahezu zeitgleich waren die Seenotretter der Station Bremerhaven für einen verletzten Seemann im Einsatz. Der 35-jährige Lette hatte sich an Bord des unter zyprischer Flagge fahrenden Bunkerschiffs „Kairos“ eine Gesichtsverletzung zugezogen. Das 117 Meter lange Schiff lag bei Nordenham auf Blexen-Reede vor Anker. Mit dem Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“ übernahmen die Seenotretter den Mann bei ruhiger See, brachten ihn an Land und übergaben ihn am Liegeplatz des Seenotrettungskreuzers an einen Rettungswagen.
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