Polizei gibt Tipps zum Einbruchsschutz in der Urlaubszeit
Obwohl die Einbruchszahlen im Sommer statistisch niedriger sind als im Winter, warnt das Landeskriminalamt vor Leichtsinn. Mit einfachen Maßnahmen können Urlauber ihr Zuhause schützen.
Obwohl die Urlaubs- und Ferienzeit in Schleswig-Holstein statistisch gesehen keine Hochphase für Einbrüche ist, warnt die Polizei vor Leichtsinn. Das Landeskriminalamt gibt wertvolle Tipps, wie Reisende ihr Zuhause während der Abwesenheit sichern können. Besonders die Regionen nahe Hamburg verzeichnen die höchsten Einbruchszahlen im Land. Immer wieder sucht die Polizei nach Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu Einbrüchen geben können. Zuletzt wurde im Juli bekannt, dass es allein in Reinbek im Kreis Stormarn innerhalb von fünf Wochen zu mindestens 14 Einbrüchen gekommen ist. Die Ermittlungen der Polizei dazu laufen, von einer Einbruchserie möchten die Ermittler allerdings nicht sprechen. Wie die Tagesschau berichtet, ist laut dem Landeskriminalamt Schleswig-Holstein (LKA) vor allem die Region in unmittelbarer Nähe zu Hamburg gefährdet. Demnach melden die Polizeidirektionen für die Kreise Stormarn, Segeberg, Pinneberg, das Herzogtum Lauenburg und Lübeck die höchsten Einbruchszahlen pro Jahr. Die Beamten gehen vor allem von überregionalen und internationalen Tätergruppen bei Einbrüchen aus. In Großstädten wie Hamburg gebe es für sie zahlreiche Möglichkeiten, um anonym zu übernachten.
Statistik zeigt niedrigere Zahlen im Sommer
Trotzdem stellt das LKA klar, dass in Schleswig-Holstein die Urlaubs- und Ferienzeit statistisch betrachtet keine Einbruchszeit ist. Demnach war die Zahl der Einbrüche im ersten Halbjahr 2026 etwa gleich hoch wie noch im Vorjahr. Die niedrigsten Fallzahlen sind dabei in den Urlaubsmonaten Juni und Juli zu verzeichnen. Konkrete Zahlen werden erst mit der nächsten Polizeilichen Kriminalstatistik im März 2027 veröffentlicht. Insgesamt spricht die Polizei von doppelt so hohen Zahlen in den dunklen Herbst- und Wintermonaten wie während der Sommermonate. Das liege vor allem daran, dass Einbrecher bei Dunkelheit besser erkennen, ob sich Menschen in den Wohnungen beziehungsweise Häusern befinden. Im Sommer werde den Ermittlerinnen und Ermittlern zufolge pro Woche im gesamten Land eine mittlere zweistellige Zahl an Wohnungseinbrüchen gemeldet. Im Winter sind Meldungen im dreistelligen Bereich laut LKA keine Seltenheit.
Tipps der Polizei für Reisende
Auch wenn statistisch gesehen im Sommer weniger eingebrochen wird, warnt die Polizei Urlauberinnen und Urlauber vor Leichtsinn. Die Beamten raten dazu, Haus- und Wohnungstüren beim Verlassen immer abzuschließen sowie Fenster, Balkon- und Terrassentüren stets zu verschließen. Zudem sollten keine Hinweise auf eine Abwesenheit gegeben werden. Volle Briefkästen und verschlossene Rollläden gilt es zu verhindern. Am besten kümmert sich jemand wie Nachbarn, Freunde oder Bekannte darum und hütet die Wohnung. Darüber hinaus kann eine Anwesenheit vorgetäuscht werden, beispielsweise mit Zeitschaltuhren für Radio und Licht.
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