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Partielle Sonnenfinsternis über Schleswig-Holstein am 12. August

Am kommenden Mittwoch verdunkelt sich die Sonne über dem Norden zu rund 87 Prozent. Neben der Sonnenfinsternis können Beobachter in der Nacht auch zahlreiche Sternschnuppen am Himmel sehen.

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Schickes Spektakel. Aber setzt bloß die Schutzbrille auf, sonst bleibt es dauerhaft duster. — Rocky, Chefkolumnist
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Am Mittwoch, dem 12. August, steht in Schleswig-Holstein eine partielle Sonnenfinsternis bevor. Bei diesem Himmelsereignis schiebt sich der Mond teilweise vor die Sonne, sodass in der stärksten Phase rund 87 Prozent der Sonne bedeckt sein werden. Nur wenige Stunden später fliegt die Erde zudem durch die Staubspur eines Kometen, was bei Neumond für sichtbare Sternschnuppen sorgt.
Das astronomische Spektakel beginnt gegen 19.12 Uhr, wie die Tagesschau berichtet. Seinen Höhepunkt erreicht das Ereignis ungefähr um 20.06 Uhr, bevor die partielle Sonnenfinsternis gegen kurz vor 21 Uhr endet. Da zeitgleich Neumond herrscht, wird das anschließende Beobachten der als Sternschnuppen sichtbaren Perseiden nicht durch helles Mondlicht gestört.

Die besten Aussichtspunkte in der Region

Für die Beobachtung des Himmelsereignisses gibt es in Schleswig-Holstein zahlreiche geeignete Orte. Auf Sylt bieten der Hörnum Weststrand mit einem freien Meereshorizont nach Westen und Westnordwesten sowie der Kampen Weststrand an der offenen Westküste gute Bedingungen. Auf Föhr bietet sich der Utersumer Strand für einen freien Blick über das Watt und die Nordsee an. Auch die Mole oder der Badedeich in Dagebüll, Fuhlehörn auf Nordstrand, die Husumer Dockkoogspitze sowie das Deichvorland und der Leuchtturmweg in Westerhever bieten weite Horizonte über das Wattenmeer.
Weitere geeignete Standorte an der Westküste sind der Strandabschnitt Ording in St. Peter-Ording sowie die Hooger Fähre und der Westdeich auf Pellworm. Letzterer bietet neben dem Blick nach Westnordwesten auch eine sehr gute Position für die Beobachtung der Perseiden. Auch die Perlebucht in Büsum, die Friedrichskoog-Spitze und die Mole 1 in Brunsbüttel bieten freie Sichtachsen. An der Elbe und der Ostsee bieten sich zudem der Brokdorfer Elbstrand, die Mole in Glückstadt, der Möltenorter Strand oder Fähranleger in Heikendorf sowie Westermarkelsdorf und der Flügger Strand auf Fehmarn an.

Beobachtungsorte im Landesinneren und Schutzhinweise

Im Landesinneren empfiehlt die Sternwarte Lübeck ausdrücklich den Drägerpark auf Höhe der Alexanderstraße in Lübeck. In Neumünster soll die Sicht an der Einfelder Schanze laut Leiter der Sternwarte Neumünster sehr gut sein. Zudem plant die Sternwarte Neumünster eine eigene Beobachtungsveranstaltung mit Teleskopen und Fachleuten. Ein weiterer erhöhter Standort mit gutem Westblick ist der Aussichtsturm Ketelvierth in Großenaspe.
Die Sternwarte Lübeck warnt eindringlich davor, die Sonne ohne geeigneten Schutz zu betrachten, da andernfalls Augenschäden drohen. Für die direkte Beobachtung der Sonnenfinsternis müssen ausschließlich geprüfte Sonnenfilter und Sonnenfinsternisbrillen verwendet werden; improvisierte Lösungen bieten keinen ausreichenden Schutz. Für optische Geräte wie Ferngläser, Teleskope und Kameras gelten noch strengere Anforderungen, da diese nur mit entsprechenden Sonnenfiltern vor der Öffnung genutzt werden dürfen. Genaue Informationen zum Schutz der Augen stellt das Bundesamt für Strahlenschutz bereit. Die letzte partielle Sonnenfinsternis in Deutschland ereignete sich im März 2025.

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