Fünftägiger Segeltörn: Bremerhavener Jugendliche erproben das Leben auf See
Achtundzwanzig Jugendliche aus Bremerhaven sind zu einer fünftägigen Reise auf dem Segelschiff „Großherzogin Elisabeth“ aufgebrochen. An Bord packen sie selbst als Crewmitglieder mit an und verzichten dabei ganz bewusst auf ihre Smartphones.
Gemeinsame Aufgaben statt Smartphone-Konsum
Am Freitagmorgen legten die Jugendlichen an der Islandkaje im Fischereihafen bei 20 Grad und Nieselregen ab. Unter Anleitung der Besatzung helfen sie beim Segelsetzen und -einholen, beim Wachdienst, in der Kombüse und in der Backschaft. „Ich weiß nicht genau, was wir da machen müssen, aber ich schaffe alles“, sagt Teilnehmer Wlad und grinst selbstbewusst. Auch die 16-jährige Hiyab blickt dem Törn mit Vorfreude entgegen: „Ich hoffe einfach, diese Reise wird spaßig. Und ich hoffe, ich kann viel Neues erleben und auch mit anderen reden, Connections aufbauen“, berichtet die Nordsee-Zeitung. Ein wenig Erfahrung konnten sie und ihre Freundin Mariam bereits auf einer Klassenfahrt auf dem Eiselmeer sammeln. „Beim Segeln zu helfen, hat beim letzten Mal echt Spaß gemacht“, sagt Hiyab. Dass es während der Reise größtenteils keinen Empfang gibt, stört die Jugendlichen nicht. „Nein, es ist okay. Ich nutzen sowieso nicht so gern mein Handy“, sagt Mariam. Auch für Wlad ist die digitale Funkstille kein Problem: „Easy, das ist mir egal. Ich habe ein Buch dabei.“„Sachen an Bord zu machen wird wahrscheinlich eh viel mehr Spaß machen als zu Hause am Handy zu hängen“, sagt Teilnehmerin Maja. Für sie wird es eher eine Herausforderung, tagelang mit fremden Jugendlichen auf engstem Raum in den Zwei- oder Dreibettkajüten auszuharren: „Ich hab keine Ahnung, wer diese Leute sind. Ich werde so lange mit denen auf einem Haufen hängen und weiß nicht, ob ich mich mit denen verstehe.“ Bisher hat Maja ausschließlich Schiffe im Hafen besichtigt und ist noch nie selbst mitgefahren.