Infrastruktur auf Helgoland: CDU beantragt Prüfung für eigenen Bauhof
Die CDU-Fraktion auf Helgoland möchte prüfen lassen, ob ein gemeindeeigener Bauhof eingerichtet werden kann. Hintergrund sind Engpässe bei Handwerksbetrieben und steigende Kosten durch externe Dienstleister.
Selbst ist die Insel. Bevor die Bank verrottet, schraubt der Helgoländer lieber selbst.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die CDU-Fraktion Helgoland hat im Hauptausschuss die Prüfung beantragt, ob auf der Insel ein gemeindlicher Bauhof mit eigenem Personal eingerichtet werden kann. Am 11. August befasst sich das Gremium mit dem Vorstoß und gibt eine Empfehlung an die Gemeindevertretung ab.
Engpässe bei Instandhaltung und Wartung
Wie die Gemeinde Helgoland mit Blick auf kommende Sitzungen mitteilt, begründet die Fraktion ihren Antrag mit zunehmenden Schwierigkeiten, notwendige Unterhaltungs-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten zeitnah und wirtschaftlich durchführen zu lassen. Bei der Verlängerung bestehender Dienstleistungsverträge seien einzelne Wartungsleistungen entfallen und müssten nun mit zusätzlichem Aufwand und höheren Kosten gesondert vergeben werden. Zudem könnten ortsansässige Handwerksbetriebe wegen hoher Auslastung oder fehlender personeller Kapazitäten kleinere Aufträge oft nur mit erheblicher Verzögerung übernehmen. Dadurch blieben kleinere Reparaturen liegen, die für Sicherheit, Sauberkeit und den Werterhalt der Infrastruktur wichtig sind.
Vorgesehene Aufgaben und Umfang
Ein eigener Bauhof könnte nach Vorstellungen der CDU die Unterhaltung öffentlicher Anlagen und Gebäude, die Pflege von Grünanlagen und Wegen sowie Reparaturen an Bänken, Geländern und Treppen übernehmen. Auch die Wartung von Spielplätzen und Stadtmobiliar, Auf- und Abbauarbeiten bei Veranstaltungen, Transport- und Logistikaufgaben sowie der Winterdienst fielen in diesen Aufgabenbereich. Größere oder spezialisierte Arbeiten sollen hingegen weiterhin an Fachfirmen vergeben werden.
Prüfung von Kosten und Einsparpotenzialen
Die beantragte Prüfung soll klären, welche Aufgaben konkret übernommen werden können, welcher Bedarf an Personal, Fahrzeugen, Maschinen und Räumlichkeiten besteht und welche Investitions- und Betriebskosten entstehen. Dem sollen die Einsparungen gegenüber der derzeitigen Vergabe an Fremdfirmen gegenübergestellt werden. Da es sich vorerst um einen reinen Prüfauftrag handelt, sind die finanziellen Auswirkungen laut Antragsteller zunächst gering, langfristig erhofft sich die Fraktion jedoch Einsparungen und Synergien.
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