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Deutlich mehr Mineralwasser im Norden verkauft

Im Juni ist der Absatz von Mineralwasser in Norddeutschland um fast ein Viertel gestiegen. Trotz logistischer Herausforderungen und knappen Leerguts drohen laut Branchenverband keine Engpässe.

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Hauptsache, das Wasser bleibt im Glas und läuft uns nicht in die Gummistiefel. — Rocky, Chefkolumnist
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Die heißen Sommertage haben im Norden Deutschlands zu einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach Mineralwasser geführt. Im Juni verzeichneten die Abfüller in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg ein Absatzplus von knapp 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz logistischer Herausforderungen und einer Knappheit bei Leergut sind flächendeckende Engpässe nach Angaben der Branche jedoch nicht zu befürchten.
Der Verband Deutscher Mineralbrunnen teilte auf Anfrage des NDR mit, dass dieser Anstieg keine Überraschung darstellt, da eine höhere Nachfrage in heißen Monaten üblich sei. Dennoch führt die aktuelle Situation bei den Herstellern zu einer hohen Auslastung. So laufen beispielsweise beim Husumer Mineralbrunnen im Kreis Nordfriesland die Abfüllanlagen derzeit am Limit, weshalb die Angestellten im Mehrschichtbetrieb arbeiten, wie ein Sprecher erklärte. Auch Supermarktketten und Getränkehändler in Schleswig-Holstein verzeichnen eine gestiegene Nachfrage, die sich jedoch im saisonüblichen Rahmen bewegt, wie die Tagesschau berichtet.

Logistik und Leergut als größte Herausforderungen

Als größte Herausforderung bezeichnen alle Beteiligten die Logistik. Das Abfüllen der Flaschen stellt laut Verband üblicherweise kein Problem dar, wohl aber deren Auslieferung. Zudem ist Leergut im Moment eher knapp. Aus diesem Grund bittet der Verband die Verbraucher darum, leere Kisten und Flaschen möglichst schnell wieder bei ihren Händlern abzugeben. Dennoch seien Engpässe nicht zu erwarten, da die Geschäfte auf die hohen Verkaufszahlen eingestellt sind und der Nachschub zuverlässig geliefert wird.

Unterschiedliche Nachfrage und kurzfristige Engpässe einzelner Sorten

Nicht überall im Norden ist die Nachfrage gleichermaßen extrem erhöht. Die Wittenseer Quelle im Kreis Rendsburg-Eckernförde berichtet beispielsweise, dass es derzeit keine außergewöhnlich gesteigerte Nachfrage nach ihrem Mineralwasser gibt. Zwar werde auch dort im Sommer mehr gekauft, in diesem Jahr liege dies jedoch nicht über dem üblichen Niveau. Trotz der insgesamt gesicherten Versorgung lässt sich laut Verband nicht völlig ausschließen, dass das persönliche Lieblingsmineralwasser im Verkaufsregal kurzfristig vergriffen sein kann.

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