Reise auf der „Ida Rambow“: Berliner berichtet über das Leben auf einem Containerschiff
Der Berliner Hauke Rudolph hat eine Woche auf dem Zubringerschiff „Ida Rambow“ verbracht. Im Gespräch berichtet er von seinen Erfahrungen abseits des klassischen Kreuzfahrttourismus.
Die „Ida Rambow“ ist 150 Meter lang, 22 Meter breit und kann 1008 Stahlboxen transportieren. Als eines von weltweit rund 7000 Zubringerschiffen trägt sie dazu bei, den globalen Handel aufrechtzuerhalten. Für eine Rundreise benötigt das Schiff etwa sieben Tage.
Erfahrungen auf rauer See
In einem Gespräch mit NZ-Redakteurin Maike Wessolowski berichtet Rudolph über seine Reiseerfahrungen, wie die Nordsee-Zeitung meldet. Er erzählt von rauer See und stillen Fjorden, von den Geschichten der Seeleute sowie dem Leben und Arbeiten an Bord. Nach der Rückkehr beschreibt er das eigentümliche Gefühl, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, während innerlich noch alles schwankt. Zudem thematisiert er die Frage, warum eine solche Reise auf einem Frachtschiff für manche Menschen reizvoller sein kann als ein Aufenthalt auf einem Luxusliner.
Hintergrund des Reisenden
Rudolph wuchs an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste auf und hat eine persönliche Beziehung zur Region Bremerhaven und Langen, da sein Onkel Hein Wilms dort lebte und 15 Jahre lang zur See fuhr. Nach einem Studium der Politikwissenschaften und Journalistik in Hamburg sowie dem Erwerb eines Master of Public Administration an der University of Memphis in Tennessee arbeitete Rudolph unter anderem für eine gemeinnützige Gesellschaft und für Unternehmen in den USA. Heute ist er für Finanzbusiness tätig.
Alltag der Seenotretter
Neben dem Bericht über die Frachtschiffreise gibt auch Seenotretter Christian Gruben in einem Video-Talk Einblicke in seinen Alltag auf Leben und Tod.