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Erhöhte Strandgebühren in Dorum-Neufeld sorgen für geteilte Meinungen bei Urlaubern

Seit 2025 müssen Urlauber in Dorum-Neufeld für den Freizeitbereich mit Strand und Wellenfreibad extra bezahlen. Während einige Gäste Verständnis zeigen, kritisieren andere die neue Preisstruktur deutlich.

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Sechsfuffzig für'n Strand? Da pack ich mir lieber 'ne Stulle ein und bleib auf'm Deich. — Rocky, Chefkolumnist
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Die Gemeinde Wurster Nordseeküste hat die Strandgebühren für den Freizeitbereich in Dorum-Neufeld neu geregelt und aus der Gästekarte herausgelöst. Seit 2025 zahlen Erwachsene mit Gästekarte 6,50 Euro und Kinder 4,50 Euro für den Zugang zum Strand und dem Wellenfreibad. Diese Preisanpassung sorgt unter den Urlaubern vor Ort für gemischte Reaktionen und Diskussionen über das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der erhöhte Finanzierungsbedarf für das Watt’n Bad bewegte die Gemeinde zu diesem Schritt, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Zuvor war der Zugang mit einer Gebühr von 3,40 Euro pro Tag über die Gästekarte abgegolten. Da viele Gäste jedoch nur den rund 800 Meter langen Grünstrand mit Hundebereich und Imbissbuden nutzen möchten, nicht aber das im Freizeitbereich liegende Freibad, stieß die Neuregelung auf viel Kritik. Der Eintritt ist damit rund 50 Prozent teurer als an den Stränden in Cuxhaven. Dennoch gibt es auch positive Stimmen. Familie Starbaty aus Deidesheim in Rheinland-Pfalz verbringt ihren Urlaub seit 2010 regelmäßig an der Wurster Küste. „Wir kennen die Unterschiede“, sagen sie. Sie haben Verständnis für die Anpassung, da im Tourismussektor derzeit alles teurer werde. „Wir kommen selbst aus einem touristischen Ort, wir kennen die Herausforderungen“, berichtet die Familie. Für die erste Woche ihres Aufenthalts in einem Haus von „Cuxland Ferienparks“ erhielten sie von ihrem Vermieter ein kostenfreies 7-Tage-Ticket als Werbegeschenk. „Und in der zweiten Woche haben wir den Eintritt selbst bezahlt.“

Kritik an der neuen Beitragsstruktur

Weniger Verständnis zeigen andere Gäste. Urlauberin Judith Schreier ist mit ihrem Ehemann Arno Schreier, Söhnchen Jonah und Hund McFly zum dritten Mal an der Wurster Küste. Es ist ihr erster Urlaub ohne kostenfreien Zutritt zum Freizeitgelände. Sie zeigt sich erschrocken über die neue Beitragsstruktur. „Wir überlegen uns jetzt schon, ob wir wirklich zum Strand gehen wollen“, sagt Judith Schreier. Das Wetter spiele dabei die ausschlaggebende Rolle. Zwar findet sie das Prinzip einer Extra-Gebühr „nicht schlimm“, merkt jedoch an: „Aber 6,50 Euro pro Person sind schon viel. Dafür hätten wir im Gegenzug gern schönere WC-Häuschen sowie Seife und Papiertücher für die Hände.“ Da die Familie das Watt’n Bad nicht nutzt, empfindet sie den Preis als hoch, fügt jedoch hinzu: „Woanders ist es auch nicht unbedingt günstiger.“ Eine andere Familie aus Solingen, die zum ersten Mal in Dorum-Neufeld urlaubt, bezeichnet die Gebühr als „dreist teuer“. Da sie das Bad nicht nutzt, kommt auch das vergünstigte „7 für 5“-Ticket für sie nicht in Betracht. Zudem ärgert sich die Familie darüber, dass ihr Vermieter zwar mit der Strandnähe geworben, die Kostenpflichtigkeit aber verschwiegen habe. Als kostenfreie Alternative nutzen sie die gegenüberliegende Leuchtturmwiese oder weichen nach Cuxhaven aus, wo sie mit ihrer Gästekarte die Sandstrände in Döse, Duhnen und Sahlenburg kostenfrei betreten dürfen.

Belastung für Tagesgäste

Tagesgäste ohne Gästekarte trifft die Erhöhung noch deutlicher. Sina Bedau, die mit ihren Töchtern Ria und Jonna zu Besuch bei der Familie in Wremen ist, zahlt für einen Tagesbesuch im Watt’n Bad den vollen Eintritt von insgesamt 23,50 Euro – 10,50 Euro für sich selbst und jeweils 6,50 Euro für ihre Kinder. „Das ist schon Geld, wenn man bedenkt, dass die Kinder auch noch was snacken wollen“, sagt Sina Bedau. Auf den Besuch verzichten möchte sie dennoch nicht: „Eher denkt man darüber nach, ein paar Sachen zum Snacken von zu Hause mitzubringen. Oder man spart an anderen Punkten.“ Auch Urlauber Heino Kessel aus Köln, der mit seiner Familie und Hund zum ersten Mal in Dorum-Neufeld ist, äußert sich differenziert. Er hat zwar Verständnis für einen Extra-Eintritt für das Freibad, stellt jedoch fest: „Es ist aber schon unglücklich, wenn dieser Eintritt auch den gesamten Strand betrifft.“

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