Börteboot „Angelika“ startet nach Sanierung bei Regatta auf Helgoland
Nach zweijähriger Sanierung nimmt das historische Börteboot „Angelika“ an der traditionellen Regatta auf Helgoland teil. Eigner Schwan musste wegen der Wetterlage früher als geplant aufbrechen.
„Aufgrund der Wetterprognosen musste ich früher losfahren als ursprünglich geplant“, sagte Schwan angesichts stärkerer Nordwestwinde in der laufenden Woche, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. „Das Boot kann den Seegang zwar ab, doch für die Mitfahrer wird die Reise nicht ganz gemütlich.“ Rund fünf Stunden dauert die Reise über die Außenweser, vorbei am Leuchtturm Roter Sand, nach Helgoland. Nach der Ankunft erfolgt die Rückreise mit dem Seebäderschiff nach Cuxhaven.
Rückkehr auf die Insel zur Regatta
Für Schwan und seine Begleiter geht es am Samstag, 8. August, dann wieder mit dem Seebäderschiff nach Helgoland. Dort findet am Montag, 10. August, die 74. Helgoländer Börtebootregatta statt. Traditionell zum 10. August, dem Gedenktag an den Wechsel der Staatszugehörigkeit Helgolands von Großbritannien zum damaligen Deutschen Reich im Jahr 1890, kommen rund 20 Börteboote aus ganz Norddeutschland auf dem Roten Felsen zusammen. Sie messen sich in einem Rennen, zugleich wird der Tag des Seebäderdienstes gefeiert. „In diesem Jahr möchte ich den Pokal mit der ‚Angelika‘ gewinnen“, sagt Schwan.
Die robusten Holzboote, die auf der Insel „Rudder“ genannt werden, fahren bei der Regatta oft mit Passagieren an Bord um den ersten Platz. Die Strecke verläuft von der Landungsbrücke nach Süden bis zu einer Wendemarke, weiter nach Norden bis auf die Höhe der Jugendherberge und von dort zurück zum Start- und Zielpunkt an der Landungsbrücke. Je nach Leistungsgruppe bewältigen die Boote die Strecke in um die 20 Minuten. Bei dem Rennen geht schon einmal die ein oder andere Welle über Bord, sodass die Teilnehmer oft nass werden. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr mit dem ersten Rennen. Zum bunten Rahmenprogramm gehören die Dudelsackspieler der Berlin Pipe Company.
Taufe nach zweijähriger Sanierung
Schwan hatte das rund zehn Meter lange und rund acht Tonnen schwere Börteboot am Sonntag, 2. August, nach zweijähriger umfangreicher Sanierung auf der Bootswerft von Jochen Crome in Bad Bederkesa am Anleger der Schiffergilde im Neuen Hafen getauft und wieder in Fahrt gebracht. Schwan weist darauf hin, dass es sich bei der „Angelika“ um ein rein privat betriebenes Börteboot handelt und keine Charterreisen durchgeführt werden.