Niedersächsische Küstengemeinden verlangen Perspektive für die Fischerei
Sechs Kommunen an der niedersächsischen Küste fordern einen verbindlichen Zukunftsplan für die Küstenfischerei. Angesichts wirtschaftlicher und rechtlicher Hürden verlangen sie unter anderem finanzielle Sicherheit und verlässliche Fanggebiete.
Ohne klaren Kurs treibt jeder Kutter im Nebel. Butter bei die Fische, bitte!
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Sechs Fischereigemeinden an der niedersächsischen Küste fordern einen verbindlichen Zukunftsplan für die Küstenfischerei. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der betroffenen Kommunen äußern in einer gemeinsamen Erklärung große Sorgen über die wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Herausforderungen der Betriebe. Ohne langfristige Perspektiven stünden sowohl die Fischereibetriebe als auch die Gemeinden vor unsicheren Investitionen. In einer gemeinsamen Erklärung haben die Gemeinden Butjadingen, Dornum, Jemgum, Krummhörn, Neuharlingersiel und Wurster Nordseeküste auf ihre schwierige Lage aufmerksam gemacht. Viele Fischereibetriebe stünden vor erheblichen wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Herausforderungen, heißt es in dem Schreiben, wie die Tagesschau berichtet. Gleichzeitig müssten die Betriebe ebenso wie die Gemeinden große Investitionen tätigen, ohne zu wissen, wie die Küstenfischerei langfristig aufgestellt werde. Den Angaben der Gemeinden zufolge ist unter anderem unklar, welche Fanggebiete und -methoden dauerhaft zur Verfügung stehen.
Forderungen nach Finanzierung und Beteiligung
Die sechs Gemeinden fordern unter anderem eine langfristig gesicherte Finanzierung, Rechtssicherheit und "verlässlich nutzbare Fanggebiete" sowie eine Modernisierung der Fischereiflotte. Zudem sollen die Fischereigemeinden stärker beteiligt und ein Konzept für niedersächsische Fischereihäfen entwickelt werden. Die Gemeinden betonten, sie seien bereit, "gemeinsam mit Fischerei, Wissenschaft, Naturschutz, Wirtschaft und Tourismus an tragfähigen Lösungen zu arbeiten".
Debatte um Schutzgebiete
Für Verunsicherung sorgt unter anderem die neue EU-Biodiversitätsstrategie. Im Zuge dieser Strategie sollen künftig zehn Prozent des niedersächsischen Küstenmeers als Schutzgebiete ausgewiesen werden. Diese Pläne für Niedersachsen sind jedoch umstritten. Während Umweltverbänden wie dem WWF die geplante Schutzzone nicht weit genug geht, zeigten sich Krabbenfischer hingegen mit den ausgewiesenen Gebieten zufrieden. Zuletzt wurden die Pläne beim Fischereidialog im Juli erörtert, nun sollen sie ins parlamentarische Verfahren gehen.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.