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Mietvertrag gekündigt: Wildtierforschung in Büsum droht das Aus

Dem Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung in Büsum droht zum März 2027 die Schließung. Davon betroffen sind zahlreiche Arbeitsplätze und wichtige Forschungsprojekte zum Schutz der Meere.

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Keine Robbenforschung mehr in Büsum? Wer passt denn dann auf die Heuler auf? — Rocky, Chefkolumnist
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Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) in Büsum steht offenbar vor der Schließung. Der Mietvertrag für den Standort wurde nach Informationen von NDR Schleswig-Holstein zum 31. März 2027 gekündigt, da der bisherige Träger die Einrichtung an der Nordsee nicht weiter betreiben möchte. Von dem drohenden Aus sind zahlreiche hoch qualifizierte Arbeitsplätze und wichtige Forschungsprojekte betroffen.

Wie die Tagesschau berichtet, will die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover als bisheriger Träger den Standort an der Nordsee nicht weiterführen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Instituts fließen unter anderem in politische Entscheidungen zum Schutz von Schweinswalen, Robben und der Nordsee auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene ein. Auch bei der aufsehenerregenden Strandung eines Buckelwals in der Ostsee und den anschließenden Rettungsaktionen wurde regelmäßig die wissenschaftliche Expertise des ITAW angefragt. Zudem verfügt der Standort über wertvolle wissenschaftliche Sammlungen.

Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Region

Nach NDR-Informationen wären von der Schließung zusätzlich 50 bis 60 hoch qualifizierte Beschäftigte aus zehn Nationen betroffen. Auf diese „hochqualifizierten Arbeitsplätze“ verweist auch Bürgermeister Oliver Kumbartzky (FDP) und spricht von einem „harten Einschnitt für Büsum“. Direktorin des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) Prof. Ursula Siebert, die den Standort über Jahrzehnte aufgebaut und geprägt hat, will für den Erhalt kämpfen. Sie hat die Kommunalpolitik um Unterstützung gebeten. Gleichzeitig laufen nach NDR-Informationen Gespräche mit dem Land Schleswig-Holstein, dem GEOMAR und der Christian-Albrechts-Universität Kiel über mögliche Zukunftslösungen.

Suche nach tragfähigen Lösungen

Der Kreis Dithmarschen teilte auf Anfrage mit, man bedauere die Entwicklung rund um den Forschungsstandort sehr. „Die Meeressäugerforschung ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der Wissenschaftslandschaft in unserer Region und genießt weit über die Landesgrenzen hinaus eine hohe Anerkennung“, sagte eine Sprecherin des Kreises. Ziel sei es nun, gemeinsam mit allen beteiligten Partnern nach tragfähigen Lösungen für den Erhalt der wissenschaftlichen Kompetenz in Büsum zu suchen.

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