Gefährliche Untiefen: Die historische Bedeutung von Strandgut auf Amrum
Früher waren die Gewässer vor Amrum wegen wandernder Sandbänke gefürchtet. Für die armen Inselbewohner boten die gestrandeten Schiffe jedoch oft eine lebensnotwendige Einnahmequelle.
Die Gewässer vor der Nordseeinsel Amrum galten in früheren Zeiten aufgrund von Untiefen und wandernden Sandbänken als äußerst gefährliches Revier für die Schifffahrt. Zahlreiche Schiffe liefen in diesem Bereich auf Grund oder gingen verloren, was für die oft armen Inselbewohner jedoch auch eine Überlebenshilfe darstellte. Das heimliche Bergen von angeschwemmtem Gut half vielen Familien durch karge Zeiten, obwohl es rechtlich als Strandräuberei verfolgt wurde. Wer heute vom Kniepsand auf die Nordsee blickt, sieht vor allem Weite. Früher bedeutete der Blick nach Westen jedoch auch Gefahr, wie die shz berichtet. Die Untiefen und schnell wandernden Sandbänke machten die Gewässer zwischen Amrum und Sylt zu einem schwierigen Revier für Seeleute.
Überlebenskampf und Strandgesetze
Für viele Amrumer begann mit den Havarien der sogenannte Strandgang. Die Suche nach angeschwemmtem Gut nannten die Insulaner „Strunlupen“. Amtlich galt dieses heimliche Bergen jedoch als Strandräuberei. Eigentlich sicherten die Strandgesetze der Obrigkeit den Zugriff auf die Ladung und das Wrack, und eigens eingesetzte Strandvögte sollten die Bergung überwachen. Dennoch waren die angeschwemmten Güter wie Wein- und Rumfässer, Tee, Kaffee, Porzellan oder Baumwolle für die Bevölkerung verlockend. Vor allem Holz war ein kostbares Gut, das zum Heizen, Kochen und Bauen diente und armen Familien durch schwere Zeiten half.
Gewohnheitsrecht gegen das Gesetz
Die Strandräuber sahen sich selbst daher nicht unbedingt als Diebe. Viele betrachteten das Einsammeln dessen, was das Meer hergab, als ein altes Gewohnheitsrecht. Wer sich dennoch erwischen ließ, musste mit Arrest oder sogar Zuchthaus rechnen. Zur Amrumer Überlieferung gehört zudem die Erzählung, dass Insulaner Schiffe mit falschen Signalfeuern absichtlich auf den Strand gelockt haben sollen.
Rückgang der Strandungen in der Moderne
Mit der Inbetriebnahme des großen Leuchtturms im Jahr 1875 sowie moderneren Navigationshilfen nahm die Zahl der Strandungen schließlich deutlich ab. Ganz verschwanden die Unglücke jedoch nicht. Noch im Jahr 1998 lief die „Pallas“ südwestlich von Amrum auf Grund. Ihre Überreste sind bei guter Sicht und Niedrigwasser bis heute zu erkennen und zeugen als sichtbares Wrack von einem Seegebiet, das früher weit mehr Schiffe forderte.
In Neustadt in Holstein wurde die erste Meerwasser-Wärmepumpe Deutschlands offiziell vorgestellt. Das System nutzt die Wärme der Ostsee zur Versorgung von mehr als 200 Haushalten.
Das Deutsche Rote Kreuz hat seinen neuen Verwaltungssitz in der Bremer Überseestadt bezogen. Bislang verstreute Standorte werden nun an einem Ort zusammengeführt.
Nach Kürzungen bei den Schulbegleitungen lockern einige Hamburger Sonderschulen die Kontrolle der Schulpflicht. Die Schulbehörde mahnt die Einhaltung an, während Opposition und Eltern scharfe Kritik üben.
Wegen eines kapitalen Motorschadens startet die neue Elbfähre erst im kommenden Jahr. Der Fährbetrieb mit dem bisherigen Schiff bleibt bestehen, ist derzeit aber wegen Niedrigwassers eingeschränkt.
Nach dem Großbrand auf einem Schrottplatz in Leer hat die Feuerwehr ihren Einsatz nach dem Löschen der letzten Glutnester beendet. Zeitweise waren rund 250 Einsatzkräfte vor Ort.
Nach den Schüssen mit zwei Toten im Hamburger Stadtteil St. Pauli gerät eine Gruppe vermummter Männer in den Fokus der Ermittler. Neben der Mordkommission befasst sich nun auch das Landeskriminalamt für Organisierte Kriminalität mit dem Fall.