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Kulinarische Entdeckungen in Nordfriesland und Schleswig-Flensburg

Abseits der bekannten Tourismuspfade bieten zahlreiche Betriebe in Norddeutschland besondere kulinarische Angebote. Von frischen Fischbrötchen an der Schlei bis hin zu selbstgemachtem Hof-Eis gibt es für Genießer viel zu entdecken.

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Ein ehrliches Fischbrötchen und der Tag ist gerettet. Mehr braucht der Norden nicht. — Rocky, Chefkolumnist
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In den Regionen Nordfriesland und Schleswig-Flensburg finden sich abseits der bekannten Touristenpfade zahlreiche kulinarische Besonderheiten. Das Angebot reicht von frisch zubereiteten Fischbrötchen über reichhaltiges Bauernhoffrühstück bis hin zu hausgemachtem Eis direkt vom Erzeuger. Sowohl Einheimische als auch Urlauber können in der Region zwischen Schlei und Nordsee verborgene Genussorte entdecken.
Nahe der Schlei-Fähre Missunde III betreibt der 79-jährige Rolf Kowalczyk seit mehr als 30 Jahren seinen Fischimbiss, wie die shz berichtet. Obwohl er die erneute Außerbetriebnahme der neuen Fähre deutlich spürt, zieht sein Angebot viele gezielte Besucher an. Zur Auswahl stehen Fischbrötchen mit Matjes, Bismarck oder die Variante „Missunde spezial“ mit Lachs und Krabben sowie Fischteller mit Matjes, Brathering und Bismarck, serviert mit Backkartoffeln oder Kartoffelsalat. Jedes Brötchen wird erst nach der Bestellung frisch belegt, wobei der Fisch von der Fischereigenossenschaft in Tönning stammt. „Einmal musste ich zukaufen, weil die Leute mir die Brötchen aus der Hand gerissen haben. Das hat ein Stammgast sofort gemerkt“, erzählt Kowalczyk lachend.

Mittagstisch in Schleswig und Frühstück in Gelting

Wer in Schleswig nach einem Mittagstisch sucht, wird im Quartier 36 im Restaurant Kulinar 36 fündig. Werktags bis 14 Uhr gibt es dort für 11,50 Euro Gerichte wie Tafelspitz mit Meerrettichsauce und Möhren oder gebratenes Gyros, jeweils inklusive eines Softgetränks. Die Terrasse unter alten Bäumen lädt zu einer Pause ein.
Für ein ausgedehntes Frühstück bietet sich Janbecks Fairhaus in Gelting an, ein Dreiseithof mit Bauernhofcafé und großem Garten. Serviert werden selbst gebackenes Brot aus dem Steinbackofen, hausgemachte Aufstriche, Käse, Gemüse, Joghurt, Obst aus dem eigenen Garten und ein Müslibüfett. „Wer mag, bekommt ein Ei von unseren glücklichen Hühnern“, sagt Gastgeberin Uta Janbeck, die auf selbst gestrickten Socken bedient. Sie und ihr Mann Stephan Janbeck wurden unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2024 ausgezeichnet. Das Paar verarbeitet beispielsweise überschüssige Brombeeren mithilfe von Restwärme zu einem aromatischen Pulver.

Kuchen, Torten und kulturelle Angebote

Kaffeespezialitäten und hausgemachte Torten wie Erdbeer-Quark-Sahne oder Buchweizen-Preiselbeer-Torte bietet das Obstcafé Jensen in Sörup, das über einen parkähnlichen Garten mit Mini-Traktoren verfügt. In Norstedt öffnet am Wochenende Jonnys Café, in dem neben Kuchen und Torten regelmäßig Live-Musik der Gruppe Landlicht auf Platt- und Hochdeutsch präsentiert wird. Ebenfalls an den Wochenenden öffnet die urige Gaststätte Waldheim bei Bohmstedt mitten im Wald, die neben Kaffee und Kuchen auch Lesungen und kleine Ausstellungen anbietet.

Eiskreationen und Meerblick zum Tagesausklang

In Stedesand stellt die Trollebüller Eiscremerei Eis aus der Milch von 130 Hofkühen her. Neben Klassikern bietet Familie Steensen Kreationen wie „Omas Keeskoken“, Joghurt-Rote Grütze, Lakritz oder „Wat mit Nööt“ an, die auch über einen Automaten auf dem Hof erhältlich sind. In Husum betreiben Andreas Schwarz und Sabine Große die Eismanufaktur Andy’s Eistraum und verkaufen an Sommerwochenenden kreative Eissorten aus einem Eiswagen auf einem Parkplatz in Schobüll. Zum Ausklang des Tages bietet die Dachterrasse des Bistros an der Badestelle Fuhlehörn auf Nordstrand neben Fischbrötchen, Backfisch und Currywurst einen weiten Blick über das Wattenmeer.

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