Zeven beschließt Konzept für mehr Hitzeschutz und Stadtgrün
Mit dem Stadtentwicklungskonzept 2040 reagiert die Stadt Zeven auf zunehmende Hitzeperioden. Geplant sind unter anderem Entsiegelungen, neue Trinkwasserbrunnen und die Umsetzung des Schwammstadt-Prinzips.
Das Konzept der Schwammstadt wird laut Christoph Reuther bereits bei der Erschließung des Quartiers Auegärten in Zeven umgesetzt. Dort soll ein nachhaltiges Regenwassermanagement etabliert und Verkehrsflächen so gestaltet werden, dass gespeicherte Niederschläge in Trockenphasen das Grün bewässern. Auch zukünftige Quartiere in Zeven sollen mit diesem Konzept entwickelt werden. Das Prinzip der Schwammstadt sieht vor, dass ein Zuviel an Niederschlägen, beispielsweise durch Starkregen, aufgesogen und gespeichert wird, um später durch Verdunstung, Versickerung oder Bewässerung wieder abgegeben zu werden.
Maßnahmen für Schatten und Abkühlung
Als erste konkrete Maßnahmen gegen hohe Temperaturen dienen Schattenplätze in der Stadt. Die Bänke in der Fußgängerzone sind flexibel und können jederzeit an schattigen Plätzen aufgestellt werden, informiert Reuther. Zudem stellt der Blick auf potenziell zu entsiegelnde Flächen einen fortlaufenden Prozess dar. Für den geplanten Umbau des Stadtparks sind zudem begehbare Wasserspiele vorgesehen, die zur Abkühlung beitragen sollen. Auch Bäume spielen eine wichtige Rolle, da sie Schatten spenden und durch Verdunstung kühlen. In den vergangenen Jahren wurden in Zeven bereits Bäume auf Spielplätzen, in Parks und an Straßen gepflanzt.
Herausforderungen und Trinkwasserversorgung
Allerdings stößt die Pflanzung von Straßenbäumen mitunter auf Widerstand der Anlieger, da Wurzeln das Pflaster hochdrücken können und herbstliches Laub anfällt. Reuther hält dem entgegen, dass die Auswahl der Baumart entscheidend sei: „Sie trägt maßgeblich zur Akzeptanz bei. Die Anforderungen an Platzangebot, Beitrag zur Klimaanpassung, Laubmenge und Größe sind Aspekte, die abzuwägen sind.“
Zusätzlich soll der Zugang zu Trinkwasser ausgebaut werden, wie die Nordsee-Zeitung meldet. Bisher gibt es freien Zugang nur an einem kleinen Platz in der Mitte der Fußgängerzone über ein Steinbecken mit hohem Wasserhahn per Knopfdruck. Weitere Trinkwasserbrunnen sind im neu zu bauenden Campus Park in der Kanalstraße sowie im Stadtpark nach dessen Umgestaltung geplant.