Insolvenz bei Seafood Service: Verkauf auf Wochenmärkten läuft weiter
Das Bremerhavener Familienunternehmen Seafood Service hat Insolvenz angemeldet. Der Verkauf aus dem Fischwagen auf den regionalen Wochenmärkten soll jedoch fortgeführt werden.
In Bremerhavens Fischereihafen beschäftigen sich mittlerweile nur noch rund 30 von 400 Betrieben mit Fisch. Seit dem Herbst 2025 gab es bereits ein halbes Dutzend Insolvenzanmeldungen, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Der Markt, steigende Mehrkosten und strenge Auflagen erschweren insbesondere kleinen Betrieben das Überleben, was nun auch das Familienunternehmen von Jens Schöne betrifft, das seit 13 Jahren im Geschäft ist.
Wegfall eines Großkunden als Auslöser
Mit den anderen Insolvenzmeldungen seit dem Herbst stehe dieser Fall jedoch nicht in direktem Zusammenhang, erklärt Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Reinhold Horn von Herbold & Horn aus Bremen. Vielmehr sei der Verlust eines Großkunden der konkrete Auslöser für die finanzielle Schieflage gewesen. Als Konsequenz wird das Unternehmen die gemietete Halle kündigen, während der Betrieb über den eigenen Fischwagen auf den Wochenmärkten weitergeführt werden soll.
Keine Verbindung zu namensgleichem Betrieb
Wegen der Namensgleichheit ist in diesem Zusammenhang wichtig, dass die von Michael Schöne geführte Firma Fischhandel Gebr. Schöne aus der Packhalle IX in keinem wirtschaftlichen Zusammenhang mit Seafood Service steht. Das namensgleiche Unternehmen beliefert weiterhin den Handel sowie die Gastronomie.