Rückgang der Schwalbenbestände: NABU gibt Tipps zum Schutz der Vögel
Aufgrund fehlender Brutplätze und Nahrungsmangels gehen die Schwalbenbestände in Deutschland zurück. Der NABU Elbe-Weser zeigt auf, wie Bürger den nützlichen Vögeln helfen können.
Ein bisschen Matsch im Garten schadet nicht – den Schwalben hilft es jedenfalls.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Die Bestände von Rauch- und Mehlschwalben gehen bundesweit deutlich zurück. Als Ursachen gelten der Mangel an Brutplätzen durch Gebäudesanierungen, ein schwindendes Insektenangebot sowie extreme Wetterlagen. Der NABU ruft daher zur gezielten Unterstützung der Vögel auf. Derzeit sind Rauch- und Mehlschwalben mitten im Brutgeschäft und suchen nach Insekten für ihren Nachwuchs. „Umso wichtiger ist unsere gezielte Unterstützung“, heißt es in einer Pressemitteilung des NABU. Da viele Schwalben jedes Jahr an denselben Brutplatz zurückkehren, sollten bestehende Nester nach Möglichkeit erhalten bleiben, wie die Nordsee-Zeitung berichtet. Wo natürliche Nistmöglichkeiten fehlen, bieten künstliche Nisthilfen eine Alternative, die am besten nach der aktuellen Brutsaison angebracht werden. Ein Kotbrett, das etwa 60 Zentimeter unterhalb des Nestes montiert wird, fängt den Kot auf und erleichtert das Zusammenleben von Mensch und Vogel.
Hilfe beim Nestbau und Nahrungsmangel
Da Schwalben ihre Nester aus kleinen Lehmbällchen formen, geeigneter Boden jedoch rar ist, können Menschen aktiv helfen. „Eine feuchte Bodenstelle oder mit Wasser angerührter Lehm in einer flachen Schale kann für Schwalben den entscheidenden Unterschied machen“, erklärt Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser Jana Jensen. „Wichtig ist, dass sich die Lehmstelle möglichst in der Nähe des Brutplatzes befindet und für Katzen nicht erreichbar ist.“ Zudem schwindet das Angebot an Fluginsekten wie Mücken oder Fliegen, welche die Nahrung der Schwalben bilden. „Ein naturnaher Garten mit heimischen Blühpflanzen, offenen Bodenstellen und ohne den Einsatz von Pestiziden bietet zahlreichen Insekten einen Lebensraum und hilft damit auch den Schwalben“, so Jensen.
Kontakt und Beratung beim NABU
Wer sich für die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ bewerben oder den Aktionsleitfaden Schwalbenschutz erhalten möchte, kann sich an die NABU-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser wenden. Dies ist per E-Mail unter info@NABU-Elbe-Weser.de oder telefonisch unter 04161/65 32 493 möglich. Zudem kann die Beratung jeden Dienstag von 10-12 und 13-16 Uhr direkt in der Regionalgeschäftsstelle in der Bertha-von-Suttner-Allee 1 in 21614 Buxtehude in Anspruch genommen werden.
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