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Hitze und Trockenheit: Erste niedersächsische Kommunen verbieten das Rasensprengen

Wegen sinkender Grundwasserstände und anhaltender Trockenheit greifen mehrere Landkreise in Niedersachsen zu strengen Wassersparregeln. Während einige Regionen Verbote und Bußgelder verhängen, setzen andere auf dringende Appelle.

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Moin. Wer weniger den Rasen sprengt, muss auch seltener mähen. Passt doch. — Rocky, Chefkolumnist
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Aufgrund anhaltender Hitze und niedriger Grundwasserstände schränken zahlreiche Städte und Landkreise in Niedersachsen den Wasserverbrauch ein. Während einige Kommunen strenge Verbote per Allgemeinverfügung erlassen haben, setzen andere auf dringende Sparappelle an die Bevölkerung. Die Trinkwasserversorgung im Land bleibt jedoch weiterhin gesichert.

Strenge Verbote und hohe Bußgelder in vielen Regionen

Wie die Tagesschau berichtet, haben mehrere Kommunen bereits Allgemeinverfügungen erlassen, um die Wassernutzung zu regulieren. Der Trink- und Abwasserverband (TAV) untersagt bis auf Weiteres die Entnahme von Wasser aus der öffentlichen Versorgung für das Befüllen von Pools, das Sprengen von Rasen sowie für die land- und forstwirtschaftliche Beregnung und Feuerwehrübungen. Das Gießen einzelner Pflanzen und die Bewässerung von Gärten und Parks bleibt jedoch erlaubt. In Delmenhorst ist die Wasserentnahme aus Oberflächengewässern mittels Pumpen oder Schläuchen generell verboten, um die Ökosysteme vor dem Austrocknen zu schützen. Bei Verstößen droht hier ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.
In einem Landkreis gilt bereits seit 2023 ein ganzjähriges Verbot für die Wasserentnahme aus Oberflächengewässern mit Pumpen. In einer anderen Region ist seit dem 1. Mai die Entnahme aus Bächen, Flüssen und dem Grundwasser zwischen 10 und 18 Uhr eingeschränkt. Dort gilt zudem vom 1. Juni bis zum 30. September ab einer Temperatur von 27 Grad ein Beregnungsverbot zwischen 11 und 17 Uhr, dessen Missachtung ebenfalls mit bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann. Ein weiterer Landkreis untersagt ab dem 2. Juli bei Temperaturen ab 25 Grad oder Windstärken ab 5 das Beregnen von Flächen zwischen 12 und 18 Uhr sowie das Befüllen von Pools über 500 Litern. Zudem wurden dort die Regeln für die Feldberegnung verschärft. Seit dem 11. Juli schränkt eine weitere Verfügung die Beregnung ab 24 Grad zwischen 14 und 19 Uhr ein. In Salzgitter gilt ab 2025 jährlich vom 1. Mai bis zum 30. September ein Verbot der Wasserentnahme bei Temperaturen ab 20 Grad zwischen 10 und 18 Uhr, wobei auch die Nutzung von Trinkwasser für Pools, Autowäschen und Rasensprengen untersagt ist.

Appelle zur Achtsamkeit in anderen Gebieten

Andere Kommunen verzichten auf Verbote und setzen auf die Eigenverantwortung der Bürger. Die Stadt Braunschweig mahnt dazu, das Sprengen von Gärten in der Mittagshitze zu vermeiden und stattdessen verdunstungsarme Systeme zu nutzen. Der Landkreis Diepholz empfiehlt, zwischen 11 und 17 Uhr auf Beregnung zu verzichten, betont jedoch, dass aktuell keine Wasserknappheit herrsche. Auch die Landkreise Nienburg und Verden rufen zum Wassersparen auf. In Nienburg wird empfohlen, sich an der Beregnungsampel zu orientieren, während in Verden praktische Tipps wie das Abstellen des Hahns beim Zähneputzen gegeben werden.

Trinkwasserversorgung bleibt stabil

Trotz der anhaltenden Trockenheit ist die Trinkwasserversorgung in Niedersachsen gesichert. Ein Sprecher der Harzwasserwerke teilte mit, dass das Wasser aus rund 170 Metern Tiefe gewonnen wird, wo die Hitze keinen schnellen Einfluss hat. Die Harzwasserwerke versorgen täglich rund zwei Millionen Menschen in Niedersachsen und Bremen. Auch der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV), der über eine Million Menschen versorgt, meldet keine Einschränkungen. Dennoch betont ein Sprecher des OOWV, dass ein sparsamer Umgang mit der Ressource stets sinnvoll sei, da beispielsweise ein einziger Rasensprenger pro Stunde 800 Liter Wasser verbraucht – im Vergleich zum durchschnittlichen Tagesbedarf eines Menschen von 125 Litern. Zudem zeigen Daten des Deutschen Wetterdienstes, dass ein Großteil der Böden in Norddeutschland derzeit unter Trockenstress leidet.

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