Fegebank fordert Nachbesserungen beim Netzausbau der Bundesregierung
Nach dem Beschluss des neuen Netzpakets durch das Bundeskabinett fordert Hamburgs Umweltsenatorin deutliche Nachbesserungen. Sie kritisiert, dass der Entwurf den dringenden Ausbau der Stromnetze in der Hansestadt nicht ausreichend beschleunigt.
Ohne Strom nützt auch der schönste Windpark nix. Watt mutt, dat mutt!
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes beschlossen, die unter anderem das sogenannte Netzpaket zur besseren Abstimmung beim Stromnetzausbau umfasst. Hamburgs grüne Umweltsenatorin übt jedoch deutliche Kritik an den Plänen der Bundesregierung. Sie fordert dringende Nachbesserungen, um den Ausbau der Stromnetze in der Hansestadt nicht auszubremsen. Das neue Gesetz sieht unter anderem vor, dass kleinere Solaranlagen künftig nicht mehr staatlich gefördert werden. Im sogenannten Netzpaket geht es im Kern um eine bessere Abstimmung beim Ausbau der Stromnetze. Für Hamburg sei das Geplante jedoch einfach zu wenig, erklärte Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) im Gespräch mit NDR 90,3, wie die Tagesschau berichtet. Das Netzpaket helfe nicht dort, wo in der Stadt wirklich der Schuh drückt, da Hamburg einen schnelleren und größeren Ausbau für die Stromnetze benötige.
Vorrang für klimaneutrale Vorzeigeprojekte gefordert
Die Umweltsenatorin fordert mehr Flexibilität für die städtischen Akteure. „Unser städtischer Netzbetreiber muss Anschlüsse dort zuerst legen dürfen, wo der größte Hebel für Klimaschutz und Arbeitsplätze liegt“, so Fegebank. Weiter führte sie aus: „Ob die grüne Umstellung unserer Werke, Landstrom für Schiffe im Hafen oder Großwärmepumpen für ganze Stadtteile, wir müssen klimaneutralen Vorzeigeprojekten unbürokratisch die Vorfahrt geben können.“
Drosselung von Anlagen verhindern
Neben dem innerstädtischen Netz muss aus Sicht der Senatorin auch der Ausbau der Knotenpunkte an den Stadtgrenzen oberste Priorität haben. Es dürfe nicht sein, dass Großprojekte stromtechnisch „jahrelang auf dem Trockenen sitzen“. Auch das künstliche Drosseln fertiger Wind- und Solaranlagen, nur weil die nötigen Leitungen fehlen, dürfe nicht sein. Umweltsenatorin Katharina Fegebank fordert daher dringende Nachbesserungen der Bundesregierung, damit die Energiewende in Hamburg nicht ausgebremst wird.
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