ADAC erwartet massiven Reiseverkehr auf den Autobahnen im Norden
Mit dem Ferienstart in den letzten beiden Bundesländern drohen am Wochenende lange Staus auf den Routen zu Nord- und Ostsee. Experten raten Autofahrern, mehr Zeit einzuplanen und Stoßzeiten zu meiden.
Stoßstange an Stoßstange Richtung Küste. Da ist der Fußgänger auf dem Deich schneller.
— Rocky, Chefkolumnist
Illustration: KI-generiert
Am kommenden Wochenende wird auf den Autobahnen im Norden mit erheblichem Reiseverkehr und langen Staus gerechnet. Da nun alle Bundesländer zeitgleich Sommerferien haben, erwartet der ADAC eines der staureichsten Wochenenden des Jahres. Besonders die Strecken in Richtung Nord- und Ostseeküste sowie die Autobahnen A1 und A7 sind von den Verzögerungen betroffen. Mit dem Ferienstart in Bayern und Baden-Württemberg sind nun alle Bundesländer in den Sommerferien. Neben dem Anreiseverkehr in Richtung der Küsten sorgen auch der beginnende Rückreiseverkehr sowie Großveranstaltungen wie das Wacken Open Air für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, wie die Tagesschau berichtet. Zudem bremsen zahlreiche Baustellen den Verkehrsfluss laut der Baustellenkarte der Autobahn GmbH zusätzlich aus.
Besonders betroffene Strecken und Regionen
Laut der Staurisikokarte der Autobahn GmbH ist das Staurisiko auf den Hauptreiserouten zu den Küsten besonders hoch. Auf der A1 betrifft dies die Abschnitte zwischen Sereetz und Scharbeutz sowie zwischen dem Kreuz Bargteheide und Bad Oldesloe. Auf der A7 müssen Autofahrer rund um Hamburg und im Bereich der Baustelle Rader Hochbrücke zwischen Rendsburg/Büdelsdorf und dem Kreuz Rendsburg mit erheblichem Zeitverlust rechnen. Auch auf der A23 zwischen dem Dreieck Hamburg-Nordwest und Pinneberg-Nord sowie auf der A24 zwischen Witzhave und Schwarzenbek/Grande ist mit stockendem Verkehr zu rechnen. Die Autobahnen A20 und A21 sind in Richtung Küste ebenfalls stauanfällig.
Zeitliche Schwerpunkte auf der A1 und A24
Speziell auf der A1 zwischen Lübeck und Fehmarn drohen laut ADAC am Freitagnachmittag und Samstagvormittag lange Staus in Richtung Ostsee. Am Sonntagabend wird der Rückreiseverkehr in der Gegenrichtung zunehmen, verstärkt durch zahlreiche Tagesausflügler. Auch auf der A24 im Lauenburgischen rechnet der ADAC mit langen Verzögerungen am Wochenende, die durch verschiedene Baustellen verstärkt werden. Auf der A7 kam es bereits am vergangenen Wochenende am Nadelöhr der Rader Hochbrücke und am Kreuz Rendsburg zu kilometerlangen Staus, und auch an den Grenzübergängen nach Dänemark bildeten sich Rückstaus.
Empfehlungen für Autofahrer
Der ADAC empfiehlt Reisenden, Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeiten zu planen und möglichst auf Randzeiten auszuweichen. Da in beiden Richtungen mit dichtem Verkehr zu rechnen ist, sollten Autofahrer auf allen Routen mindestens 30 Minuten oder mehr an zusätzlicher Fahrzeit einplanen. Zudem weist der Automobilclub darauf hin, dass im Falle eines Staus das Bilden einer Rettungsgasse besonders wichtig ist.
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