Steigende Temperaturen verschärfen Waldbrandgefahr in Niedersachsen
Aufgrund anhaltender Trockenheit und einer bevorstehenden Hitzewelle steigt die Waldbrandgefahr in Niedersachsen deutlich an. Am Donnerstag wird der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet.
Die anhaltende Trockenheit und bevorstehende hohe Temperaturen verschärfen die Waldbrandgefahr in Niedersachsen erheblich. Für Donnerstag wird der Höhepunkt einer dreitägigen Hitzewelle erwartet, bei der die zweithöchste Warnstufe an zahlreichen Stationen erreicht werden könnte. Vor allem der Nordosten des Landes gilt aufgrund seiner Bodenbeschaffenheit als besonders gefährdet. Laut der Prognose im Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll am Donnerstag in 14 von landesweit 48 Stationen die zweithöchste Warnstufe 4 erreicht werden, wie die Tagesschau berichtet. Bereits am Mittwoch gilt diese Gefahrenstufe in Lüchow und Soltau im Landkreis Heidekreis. Auch in den vergangenen Wochen war vor allem der Nordosten Niedersachsens betroffen. Die Lüneburger Heide sei durch Sandböden und Nadelwälder ein Hochrisikogebiet, erklärte Leiter der Waldbrandzentrale in Lüneburg Knut Sierk dem NDR Niedersachsen.
Hohe Temperaturen verschärfen die Lage
Ab Mitte der Woche steigen die Temperaturen landesweit deutlich an. Der Höhepunkt der erwarteten "Drei-Tage-Hitzewelle" wird am Donnerstag prognostiziert, an dem bis zu 38 Grad möglich sind. Die zeitnahe Auswirkung der Hitze auf die Waldbrandgefahr liegt laut früheren Angaben von Forstwissenschaftlerin Tanja Sanders vom Thünen-Institut mit Sitz in Braunschweig an der Trockenheit der Wälder. Die Lage sei von Mai bis Juli besonders angespannt. "Jede weitere Hitzewelle in dieser Phase erhöht entsprechend kurzfristig die Entzündungsgefahr", sagte Sanders. Die grundsätzliche Gefährdung durch mehr heiße und trockene Tage aufgrund des Klimawandels habe sich in den vergangenen Jahren verschärft.
Menschliches Fehlverhalten als Hauptursache
Die Ursache für Waldbrände sind am Ende allerdings häufig Menschen, wie die Expertin erklärte. Viel Fahrlässigkeit, in einigen Fällen Vorsatz - und eigentlich müsste noch "Dummheit" als Kategorie hinzugefügt werden, sagte Sanders: "Grillen am See bei trockenen 40 Grad Celsius im Kiefernforst ist keine Fahrlässigkeit mehr und aus gutem Grund verboten."
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